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GdP zieht positive Bilanz der Braunkohle-Proteste

Foto: GdP
Foto: GdP

Trotz mehrerer Sitzblockaden und der vorübergehenden Besetzung von zwei Braunkohlebaggern hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine positive Bilanz des Polizeieinsatzes während der Protestaktionen am Wochenende im rheinischen Braunkohlerevier gezogen. Völlig störungsfrei verlief eine von der Umweltorganisation BUND organisierte Demonstration, bei der sich dreitausend Teilnehmer an der Abbaugrenze des Tagebaus Hambach zu einem Roten Band aufgestellt hatten, um die Braunkohlebagger symbolisch zu stoppen. Auch bei einer gleichzeitig stattgefundenen Demonstration des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ am Rande des Tagebaus Garzweiler bleibt es weitgehend friedlich. Nur einem kleineren Teil der rund 2000 Demonstrationsteilnehmer war es gelungen, die Gleise der Kohlebahn, die zu den Kraftwerken führt, vorübergehend zu besetzen. Um die Lage zu beruhigen, musste die Polizei trotzdem 781 Demonstrationsteilnehmer in Gewahrsam nehmen, um ihre Personalien festzustellen.

Nach Beobachtungen der GdP ist der weitgehend friedliche Verlauf der Demonstrationen auch auf die deeskalierende Einsatzstrategie der Polizei zurückzuführen. „Die Lage ist stabil und ruhig“ sagt GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert bereist am Samstag, während des Hohepunkts der Demonstrationen gegenüber den Medien. Anders als beim G20-Gipfel Hamburg seien zudem keine Demonstranten angereist, die massive Gewalttaten geplant hätten. „Wer eine Sonnenbrille trägt, gehört noch lange nicht zum Schwarzen Block. Das hier ist eine ganz andere Klientel wie in Hamburg“, betonte Plickert.

Um sich selber einen Einblick über die Lage vor Ort zu machen, hatte der GdP-Landesvorsitzende gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Michael Mertens einen ganzen Tag lang die Demonstrationen im Braunkohlerevier beobachtet. Neben Gesprächen mit der Einsatzleitung und dem Aachener Polizeipräsidenten Dirk Weinspach hatte er dabei immer wieder den Kontakt zu den vor Ort eingesetzten Polizisten gesucht. Parallel dazu hatte die Geschäftsstelle der GdP einen Eiswagen organisiert, um die Kolleginnen und Kollegen während des nicht einfachen Einsatztages vor Ort mit einer kühlen Erfrischung zu versorgen. Ein Service, der bei den Kolleginnen und Kollegen auf viel Lob gestoßen ist.
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