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GdP Bezirksvorsitzende nimmt Stellung zur Inneren Sicherheit

Lorenz Rojahn zum Personalmangel der Polizei NRW

Ausbildungsschwierigkeiten können überwunden werden !

Regierungsbezirk Münster
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Viele landesweite Projekte des IM Jäger (SPD) sind aufgelegt worden. Aber alle sollen nur eines kompensieren : - den Personalmangel ! -
Pressesprecher Steven Fischer :"Dem Bürger muß deutlich gemacht werden , dass es nicht ausreicht an den Symptomen zu arbeiten. Es gibt ein grundlegendes Problem : die Polizei ist überaltert und es gibt zu wenige Beamten für zuviele Aufgaben !"Dazu hat der Bezirksvorsitzende der GdP im Regierungsbezirk Münster Lorenz Rojahn(Titelbild) in einem Aufruf an die Medien im Emscher-Lippe-Raum Stellung genommen.Folgend sein Statement :

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser größtes Problem seit ca.  7-8 Jahren in der nordrhein-westfälischen Polizei ist das zu geringe Personal. Damit verbunden erklären sich fast alle weiteren Probleme. So z.B. die Überalterung unserer Dienststellen, die immer höher werdende Belastung für jeden einzelnen, die damit verbundene Zunahme von krankheitsbedingten Ausfällen und auch der immer größere Frust bei der Sachbearbeitung und die damit verbundenen schlechteren Arbeitsbedingungen.

Wir als GdP  –und übrigens nur wir, die GdP-  kein BDK und auch keine DPolG wenden uns mehrmals jährlich mit Pressemeldungen an die Bürgerinnen und Bürger.  So haben wir zuletzt Anfang  2012 in  veröffentlichten Presseerklärung der überregionalen Medien, auf die personellen Probleme in den Behörden aufmerksam gemacht.

                Personalabbau ist auch mit 1400 Einstellungen nicht gestoppt !!!

                        

Ich möchte euch mal aufzeigen, wie es für die nächsten Jahre aussehen wird. Die Landesregierung ist der Meinung, dass man den Personalabbau durch 1400 Einstellungsermächtigungen gestoppt habe. Dies ist nicht so. Das habe ich unserem Innenminister Ralf Jäger auch persönlich gesagt und begründet. In den Jahren 2008 – 2010 haben wir jeweils 1100 Fachhochschüler im Land NW eingestellt. Aus dem 2008er Jahrgang  nur noch knapp über 1000 ihr Studium beendet. Wir werden in 2012 landesweit 897 Pensionierungen haben. Das bedeutet, dass wir in diesem Jahr ein leichtes Plus zu verzeichnen haben.  In 2013 werden auch noch mal 1100 (minus ca. 50 - 70 „Durchfaller“ und Abbrecher) auf die Behörden verteilt. Auch in 2013 werden wir durch  958 Pensionierungen ein rechnerisch minimales Plus zu verzeichnen haben. Ab 2014 werden dann erstmalig die in 2011 eingestellten 1400 in die Behörden kommen. Allerdings haben wir dann auch 1131 Pensionierungen zu verzeichnen haben. Es wird also zunächst stagnieren. Danach wird es dann Jahr für Jahr zu drastischem Personalabbau kommen, denn ab 2016 werden die 1400 Einstellungen nicht mehr ausreichen, um die Pensionierungen zu kompensieren.

   In den folgenden Jahren haben wir folgende Pensionierungen in NRW:

           2017 = 1408   ;  2018 = 1663 ;  2019 = 1920  ; 2020 = 1978

 Und danach liegt die Zahl immer über 2000.

                              

 Wir müssten also schon in diesem Jahr mind. 1700 Einstellungen im Lande vornehmen, um die Pensionszahlen der nächsten Jahre aufzufangen. Dazu kommt, dass bei den Pensionierungen zu 95 % nur Männer zählen, bei den Neueinstellungen der Frauenanteil zum Teil über 50 % liegen wird. Es ist  gut und richtig Frauen einzustellen, aber es müsste rein statistisch auf ca. 3 Frauen, noch eine weitere Einstellung kommen. Das liegt nicht daran, dass Frauen nicht so belastbar sind, sondern das hat familienpolitische  Gründe, die jeden Beruf betreffen, allerdings können wir bei der Polizei freie Stellenanteile auf Zeit, nicht durch Suche beim Arbeitsamt besetzen, sondern nur über den Bachelor-Studiengang und der dauert eben drei  Jahre.

           Wir brauchen neue und größere Ausbildungsstätten

Das nächste große Problem ist die praktische Ausbildung. Selbst bei den geforderten 1700 Einstellungen bedeutet dies, dass wieder mehr Lehrpersonal an den Schulen und Ausbildungsstätten  erforderlich sein wird. Und dieses Personal kommt natürlich zusätzlich aus den Behörden. Überdies hinaus hat der Leiter des LAFP auf einer GdP-Veranstaltung unlängst ausgeführt, dass selbst schon die 1400 Einstellungen, das LAFP personell und räumlich an ihre Grenzen führt."

 

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