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Nachdenkliche Worte der Gewerkschaft der Polizei zum Jahresausklang

Weihnachtsgrüße des Vorsitzenden

Lorenz Rojahn zieht Bilanz 2011

Regierungsbezirk Münster.

Der Verbandsvorsitzende der GdP im Regierungsbezirk Münster blickt auf ein turbulentes Jahr zurück, indem die Gewalt gegen Polizeibeamte ein Schwerpunkt war. Nachfolgend seine Grußworte :

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

das letzte Kalenderblatt hängt am Kalender 2011 und die 4. Kerze am Adventskranz brennt. Ein eindeutiges Indiz, das Jahr 2011 ist in Kürze Geschichte. Für jeden der Moment, einmal in der hektischen Zeit kurz inne zu halten und sein persönliches Fazit zu ziehen. Für die Gewerkschaft der Polizei kann ich sagen, das Jahr 2011 war ein erfolgreiches Jahr. Für viele vielleicht nur auf den zweiten Blick. Denn es stimmt, unser größtes Problem –die Personalsituation- hat sich nicht entschärft, ganz im Gegenteil, im Regierungsbezirk Münster hat sie sich dramatisch zugespitzt. Aber es gibt ein Lichtblick am Horizont. In diesem Jahr haben wir landesweit 1400 Polizeianwärter und –anwärterinnen eingestellt, annähernd dreimal so viel, wie noch vor wenigen Jahren. Und dies ist ein Erfolg der GdP, beginnend im Jahr 2005 mit der Unterschriftenaktion 5000 Plus und bis Anfang des letzen Jahres ca. 200 weiteren Aktionen. Übrigens an den Standorten Gelsenkirchen und Münster haben mehr als 90 % der Studierenden aus dem Jahrgang 2011 der GdP ihr Vertrauen geschenkt und sind Mitglied geworden.

Das Personalvertretungsgesetz verdient seit diesem Jahr auch wieder seinen Namen und für die Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage haben uns beide Regierungsparteien die Zusage gegeben, sie im Laufe der Legislaturperiode wieder zu zahlen. Hier sind wir als GdP dran, wir wollen sie aber schon ab 2012 wieder eingeführt wissen. Mal schauen, der Haushalt 2012 wird ja wahrscheinlich erst im Frühjahr 2012 verabschiedet.

Für die „Gelsenkirchener“, so glaube ich, wird das Jahr 2011 noch sehr lange Zeit im Zeichen der Mordanschläge auf unsere Kollegin und unseren Kollegen am 08. August stehen. Das Wichtigste vorweg. Beide sind weiterhin auf dem Wege der Besserung. Auch vier Monate nach der Tat, kann man aber noch nicht davon sprechen, dass beide gesund sind. Die äußeren Wunden und Verletzungen scheinen verheilt zu sein, aber die Folgen  der Verletzungen und die Psyche brauchen Zeit.

Ganz ehrlich, wenn man von Mordversuchen, oder ermordeten Kollegen im Lande hört, war und ist man immer äußerst betroffen und fühlt mit den Angehörigen. Aber so eine feige Tat im unmittelbaren dienstlichen Umfeld, das ist noch mal eine ganz andere Qualität, so ein Ereignis zu verarbeiten. Für uns alle, ob wir in der Nacht dabei waren, vielleicht nur Glück hatten, dienstfrei zu haben, oder nur von der Tat erfahren haben, waren die Stunden um die Nacht vom 08. auf den 09.08.11 ein einschneidendes und nachhaltiges Erlebnis, sogar für unsere Familienangehörigen. Ich glaube, wer etwas anderes behauptet, belügt sich selbst.

Viele mussten von uns auch gerade jetzt an die getötete Kollegin und die Kollegen vor 10 Jahren in Recklinghausen denken. Wir vergessen nie.

 

Wir haben hautnah erlebt, dass wir einen gefährlichen Beruf ausüben, wir haben in der Ausbildung gelernt, Risiken und Gefahren zu minimieren, aber wir wissen auch, dass sich so ein Sachverhalt oder ähnlich jederzeit wiederholen kann und wir ein Restrisiko zu tragen haben.

Da wo Menschen natürlicherweise vor einer Gefahr weglaufen, müssen wir hin. Das ist unser Beruf und das wissen wir alle. Trotzdem sind die meisten von uns gerne Polizist, auch wenn wir nicht nur durch die Geschehnisse des 08.08.- im polizeilichen Alltag auf eine harte Probe gestellt werden.

Der überwiegende Teil von uns kommt gerne zum Dienst und „kämpft“ sich aufopferungsvoll –trotz aller Blockaden einiger Politiker- durch den polizeilichen Alltag.

Ich wünsche uns allen für 2012, dass wir und unsere Familien, bei bestmöglicher Gesundheit das nächste Jahr genießen können und man uns im Arbeitsalltag nicht ständig neue „Knüppel zwischen die Beine wirft“.

Schloß Herten, Kreis Recklinghausen

 

 

Frohe Weihnachten

Für den Vorstand

im Auftrag

 Lorenz Rojahn                                                  

 

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