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GdP ruft ihre Mitglieder auf die Landtagswiese

09.02.2017

Demo 2015   Angelika Bümel, Thorsten Hoffmann, Barbara Närdemann


Düsseldorf. Auch in der heute zu Ende gegangenen zweiten Verhandlungsrunde für die
Beschäftigten der Länder haben die Arbeitgeber in Potsdam kein Tarifangebot auf den
Tisch gelegt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft deshalb ihre Mitglieder für den 9.
Februar zu einer Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag auf. „In vielen Behörden
wird es immer schwieriger, junge Menschen für den öffentlichen Dienst zu gewinnen. Das
gilt auch für die Polizei. Deshalb muss die Einkommenslücke zur Privatwirtschaft endlich
geschlossen werden, wenn der öffentliche Dienst seine Arbeitsfähigkeit nicht gefährden
will“, fordert die stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Jutta Jakobs. „Dass die
Bundesländer trotz der dramatischen Situation noch nicht einmal ein Tarifangebot
machen, zeigt, dass die Politiker die Ernsthaftigkeit der Lage noch immer nicht erkannt
haben“, warnt Jakobs.

Um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes wieder herzustellen, fordern die
Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes einen Gehaltsanstieg von 6 Prozent. Die
Beschäftigten der Länder müssen zudem die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten bekommen
wie die Beschäftigten beim Bund und den Kommunen. „Dass die Länder für die gleiche
Arbeit mehrere Hundert Euro weniger bezahlen als der Bund und die Kommunen, ist ein
Skandal. Auch das hindert uns daran, für das Land qualifiziertes Personal zu finden“,
betont GdP-Tarifexpertin Jakobs.
Für die Verweigerungshaltung der Länder macht die GdP auch die nordrhein-westfälische
Landesregierung verantwortlich. „Als größtes Bundesland ist NRW für die Blockadepolitik
der Länder unmittelbar mitverantwortlich. Deshalb ziehen wir am 9. Februar mit unserem
Protest bewusst vor den Düsseldorfer Landtag, damit sich in Potsdam endlich was
bewegt!“, sagt Jakobs. An der Demonstration werden sich auch Mitglieder der
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Bildungsgewerkschaft GEW und des
Beamtenbunds beteiligen.

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