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Landesregierung lässt Polizei im Rhein-Erft-Kreis ausbluten

Mehr Polizeibeschäftigte nur für Ballungszentren

Rhein-Erft-Kreis.



Nach den neuesten Plänen der Landesregierung soll das Personal innerhalb der Polizei zukünftig verstärkt zu Gunsten von bis zu acht Brennpunktbehörden in NRW verteilt werden. So wird im Maßnahmenpaket der Landesregierung explizit z.B. vom Polizeipräsidium Duisburg und vom Ballungsraum Rhein-Ruhr gesprochen. Der Rhein-Erft-Kreis zählt nicht zu den genannten Brennpunktbehörden. Die geplanten Maßnahmen hätten zur Folge, dass nicht nur der Personalbestand der Polizei im Rhein-Erft-Kreis nicht gehalten werden kann, sondern sich trotz Mehreinstellungen im Lande sogar verringert. Die Gewerkschaft der Polizei im Rhein-Erft-Kreis (GdP) kritisiert diese Pläne scharf und spricht von einer Entscheidung zum Nachteil der ländlichen Bevölkerung.

Bislang wurde das Personal in den einzelnen Kreispolizeibehörden nach der sogenannten Belastungsbezogenen Kräfteverteilung (BKV) berechnet, sprich die Anzahl der Polizeibeschäftigten richtete sich nach dem jeweiligen Kriminalitäts- und Verkehrsunfallaufkommen. Diese Verfahrensweise soll nun offensichtlich zu Gunsten der Ballungsgebiete unterlaufen werden. Thomas Stotzem, GdP – Vorsitzender im Rhein-Erft-Kreis ist erschrocken: „In ihrem Maßnahmenpaket für mehr Innere Sicherheit in NRW hat die Landesregierung einige gute Forderungen der GdP aufgegriffen und umgesetzt, so z.B. die Einstellung von zusätzlichem Personal. Dieses nun jedoch einseitig in Richtung der sogenannten Brennpunktbehörden verlagern zu wollen, ist unverantwortlich!“

Die GdP sorgt sich um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Erft-Kreis. Nicht zuletzt durch die zusätzlichen Einsatzbelastungen durch die Zuwanderer im Kreis, die Situation im Hambacher Forst und die stetig steigenden Zahlen im Wohnungseinbruch, fährt die Polizei im Kreis bereits im roten Bereich. „Personell sind wir bereits heute auf Kante genäht“, echauffiert sich Stotzem, „man lässt uns am langen Arm verhungern. Wenn die Pläne der Landesregierung wie geplant umgesetzt werden, wird mit der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Erft-Kreis Russisch Roulette gespielt.“

Die GdP hat mit dem Behördenleiter, Landrat Michael Kreuzberg, bereits über die Pläne der Landesregierung diskutiert.  Dieser zeigte sich ebenfalls überrascht und kündigte an, gemeinsam mit der GdP gegen diese Pläne vorzugehen. „Ich teile die Sorgen der GdP und unterstütze deren Bemühungen ausdrücklich. Polizei muss auch zukünftig in der Fläche und im ländlichen Raum präsent sein, nicht nur in Großstädten“, so Kreuzberg. Außerdem befürchtet Kreuzberg Nachteile durch die geographische Lage des Kreises: „Durch die Nähe zu Köln werden wir doppelt betroffen sein. Ich befürchte, dass die Straftäter in unsere Richtung verdrängt werden und das bei zukünftig weniger Personal.“

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