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GdP zu Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung – Kanada legalisiert Cannabis

Cannabis-Legalisierung würde gesellschaftliches Problem des Drogenmissbrauchs weiter verschärfen

Bundesvorsitzender Oliver Malchow im Fernsehen

Berlin/Kassel.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bekräftigt ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Legalisierung des Cannabiskonsums hierzulande. „Fällt ein Verbot, wird damit gleichzeitig suggeriert, dass etwas ja gar nicht so gefährlich ist, wie immer behauptet wurde. Angesichts der schwerwiegenden Folgen des regelmäßigen Cannabiskonsums vor allem bei jungen Menschen würde mit einer Freigabe ein zu hohes Risiko in Kauf genommen“, betonte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow am Donnerstag in Kassel angesichts der Veröffentlichung des Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung sowie der offiziellen Legalisierung von Cannabis in Kanada.

Es sei ein Irrglaube, so der GdP-Chef, dass die Legalisierung eines verbotenen Stoffes die damit in Verbindung stehende Kriminalität reduziere. Die Debatte um das Mindestalter für legalen Cannabiskonsum in Kanada zeige deutlich, dass dort weiterhin die Gefahren für kriminelle Aktivitäten von Dealern und florierende Schwarzmärkte gesehen werden. Eine Entlastung der Polizei als ein Hauptargument der Legalisierungsbefürworter finde also nicht statt.

Nicht das Entkriminalisieren einer weiteren Droge ist nach den Worten Malchows der richtige Weg, sondern deutlich intensivere Präventionsbemühungen bei legalen Drogen wie Alkohol und Tabak. Ebenso sei es notwendig, den Missbrauch von Medikamenten oder anderen frei zugänglichen Stoffen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Gravierende Gefahren

Alkohol ist nach Expertenmeinung neben seinen gesundheitsschädigenden Eigenschaften oft auch auslösender Faktor von Gewalt- und Sexualkriminalität. Nach Angaben der Hauptstelle für Suchtgefahren und des Bundeskriminalamts werden in Deutschland statistisch gesehen täglich etwa 110 Straftaten unter Alkoholeinfluss begangen. Bei über 27 Prozent aller aufgeklärten Fälle im Bereich der Gewaltkriminalität war Alkohol im Spiel. Insbesondere bei schwerer und gefährlicher Körperverletzung, so das Bundeskriminalamt, präge Alkoholeinfluss die Tatbegehung in erheblichem Umfang. Rund 1,6 Millionen Menschen trinken den Experten zufolge zu viel Alkohol, fast 1,8 Millionen Menschen sind bereits abhängig, 74.000 Menschen jährlich, also pro Tag etwa 203 Personen, sterben an den Folgen ihres Alkoholkonsums, oft noch kombiniert mit dem „Genuss“ von Tabakerzeugnissen.

Foto: Screenshot n-tv.de

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