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Gelsenkirchener Polizeibeschäftigte verteilen Rosen zum Valentinstag an die Bürger

Tarifstreit 2019 - GdP macht mobil !

Demonstration der Stärke bei "Aktiver Mittagspause"

Gelsenkirchen-Buer.

Am 14.Februar versammelten sich die Polizeibeschäftigten mit ihrer Gewerkschaft (GdP) vor dem Präsidiumsgebäude in Gelsenkirchen-Buer. Nahezu 100 Polizeigewerkschafter waren dem Aufruf gefolgt. Kerstin Kowalewski als Sprecherin des Tarifbereiches ging in ihrer Rede nochmals auf die Forderungen der Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst, GdP, GEW und Verdi ein. Wütend sind die Polizeibeschäftigten über das Verhalten der Länderregierungen in Deutschland, die ihrem Verhandlungsführer der SPD noch immer keinen Vorschlag für die Gewerkschaften mit auf den Weg gegeben haben.Sonntagsreden zur Wichtigkeit von Feuerwehren, Schulen, Krankenhäusern und der Polizei hat man in Polit-Talk-Shows genug gehört. Jetzt müssen Taten folgen. Die Gewerkschaften nutzten ihre Mittagspause, um deutlich zu machen, dass man auch Streiks als letztes Mittel im Öffentlichen Dienst nicht ausschließt.Den Bürgern überreichte man Rosen, was gut zum Valentinstag passte und den Kindern Luftballons mit vielen Sternchen und einer deutlich sichtbaren "6". Das ist die Prozentzahl , um die es geht.

Kerstin Kowalewski (Stellvertretende GdP Vorsitzende Gelsenkirchen)

Hier die Rede zu den Demonstranten (es gilt das gesprochene Wort) :

"

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bedanke mich recht herzlich bei euch für euer Erscheinen.

Wir begrüßen auch die Kolleginnen und Kollegen von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, und von der Bildungsgewerkschaft GEW und von der GdP Recklinghausen. Warum sind wir heute hier ?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir protestieren gegen die Blockadehaltung der Länder bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst! Wir stehen heute hier zusammen, weil wir empört sind! Empört darüber, dass uns in der ersten Verhandlungsrunde am 21. Januar kein Angebot unterbreitet wurde; und auch nicht in der zweiten Verhandlungsrunde am 06. Februar.

Das ist eine Unverschämtheit, liebe Kolleginnen und Kollegen! Auch sind wir darüber empört, dass wir als Beschäftigte des Landes NRW für unsere Arbeit viel weniger bekommen als die Kolleginnen und Kollegen beim Bund und in den Kommunen. Gegenüber der Wirtschaft ist das Gefälle sogar noch größer!


Wir müssen Anschluss halten an die Entwicklung in der Privatwirtschaft und in den Branchen insgesamt. Es geht darum, den Abstand zur Tarifentwicklung in der Gesamtwirtschaft zu verkleinern. Die Konkurrenz um qualifizierten Berufsnachwuchs und qualifizierte Fachkräfte ist groß. Schon jetzt findet die Polizei auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr die Experten, die sie braucht. Wenn sich die Länder nicht endlich bewegen, wird sich dieses Problem massiv verschärfen.

Wenn der öffentliche Dienst als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt auch nur ansatzweise mithalten will, sind kräftige Einkommenszuwächse sowohl im Tarif- als auch im Beamtenbereich zwingend! Unser Arbeitgeber muss doch erkennen, dass gute Arbeit anständig bezahlt werden muss, sonst werden wir auf Dauer unsere gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren, weil sie den Arbeitgeber wechseln, um endlich das zu verdienen, was ihnen zusteht.


Für eine Wertschätzung der Beschäftigten bedarf es einer anständigen Bezahlung , individueller Qualifizierungsangebote und verlässlicher Karriereperspektiven – sowohl im Tarif- als auch im Beamtenbereich! Wir stehen heute hier vor dem Polizeipräsidium in Gelsenkirchen-Buer um ein Signal zu setzen, dass wir bereit sind für unsere Forderungen zu kämpfen!

Um gegenüber anderen Arbeitgebern attraktiv zu sein, fordern wir gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Bildungsgewerkschaft GEW und dem Beamtenbund

- 6% mehr Geld,

- mindestens aber 200 Euro für alle Beschäftigten,

- für eine Laufzeit von 12 Monaten.

- Und wir fordern die Übernahme des Tarifabschlusses auch für alle Beamtinnen und Beamte sowie Pensionärinnen und Pensionäre!

Darüber hinaus fordern wir nachhaltige strukturelle Verbesserungen in der Entgeltordnung! Hier sind vor allem die Einführung einer Entgeltgruppe 9 a, b, c wichtig, damit endlich die verlängerten Stufenlaufzeiten wegfallen. Und damit auch die kleine EG 9 eine Erfahrungsstufe 6 bekommt.


Ebenso wichtig ist unsere Forderung nach dem stufengleichen Aufstieg bei Höhergruppierungen! Bisher zeigt die Tarifgemeinschaft der Länder wenig Entgegenkommen! Ganz im Gegenteil!

Erst in der letzten Woche hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz ganz zufällig eine drohende Finanzlücke von 25 Milliarden Euro entdeckt. Und er hat ganz nebenbei – die Prognose für das Wirtschaftswachstun deutlich gesenkt!

Das war übrigens kein Zufall! Wenn es ernst wird, malen die Arbeitgeber den Himmel immer ganz plötzlich in den dunkelsten Farben. Als wenn es die massiven Steuermehreinnahmen der letzten Jahren plötzlich gar nicht mehr gibt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieses Spielchen kennen wir bereits zu Genüge! Vor jeder Tarifverhandlung wird immer kurzfristig eine schwierige Wirtschaftslage behauptet. Aber die Wahrheit ist doch eine ganz andere:


Der Bund hat 2018 dank höherer Steuereinnahmen und geringere Ausgaben als geplant einen Überschuss von 11,2 Milliarden Euro erzielt! Auch Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr einen satten Haushaltsüberschuss erzielt! Davon fordern wir einen Anteil! Sicherheit hat ihren Preis! Wer dies nicht sehen will, darf sich nicht wundern, wenn das Sicherheitsgefühl der Bürger immer mehr leidet. Er darf sich nicht wundern, wenn die Beschäftigten im Land frustiert sind, weil sie keine Wertschätzung erfahren. Er darf sich nicht wundern, wenn Experten fehlen, die mit ihrem Know-how den öffentlichen Dienst und insbesondere die Polizei weiter nach vorne bringen können. Deshalb stehen wir heute zusammen, damit die Finanzminister der Länder endlich aufwachen.


Allen voran der Verhandlungsführer der Länder, Dr. Kollatz-Ahnen aus Berlin.

 Die Forderung der GdP lautet:

 6% mehr Geld

mindestens 200 Euro für alle.

12 Monate Laufzeit!

Für uns gilt:

Keinen Zentimeter zurück !

Heute habt ihr alle ein starkes Signal gesetzt, dass wir unsere Forderung auch durchsetzen können. Damit dieses Signal auch bei den Tarifverhandlungen im fernen Potsam ankommt, werden wir am 26. Februar erneut auf die Straße gehen. Mit einer großen Tarifdemonstration vor dem Landtag in Düsseldorf. Dann werden wir den Arbeitgebern noch einmal zeigen, dass es für uns „keinen Zentimeter zurück“ heißt! GLÜCK AUF !

 

Nach der Rede der Tarifsprechering der Gewerkschaft der Polizei trugen sich alle Beteiligten in die Forderungsliste ein. Danach richtete der GdP Vorsitzende Jörg Klink noch einige Worte an die Demo-Teilnehmer. Besonders wies er auf den mangelnden Respekt der Politischen Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten hin.

Die Polizeigewerkschafter verteilten nunmehr Rosen an die Gelsenkirchener Bürger und ernteten sehr viel Verständnis für ihre Forderungen. Viele machten auch deutlich, dass sie das Verhalten der Parteien , die in Länderregierungen eingebunden, sind nicht verstehen.

Eine relativ sponane Veranstaltung wurde danach beendet und die treuen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes gingen zu ihren Dienststellen , um für das Wohl des Bürgers ihre Pflicht zu tun. Aber Ende Februar wird man geballt in der Landeshauptstadt auflaufen.-Versprochen !!!-




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