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Das Saarland-eine Region in Europa

Seminar des Heinz-Kühn-Bildungswerkesvom 25.03. - 28.03.2019

Bildungsreise Saarland 2019
Saarbrücken.

Wir hatten diese Reise bereits im vergangenen Jahr in Kooperation mit dem Bildungswerk geplant und auch mit einem speziell erstellten Flugblatt der GdP Kreisgruppe vom 20.07.2018 beworben. Kaum jemand in unserem Bereich hatte diese Region im Dreiländereck zwischen Luxemburg, Frankreich und Deutschland besucht, so dass das breit gefächerte Programm der viertägigen Busreise am Ende erfreulicherweise insgesamt 26 GdP Mitglieder deren Angehörige und Freunde ansprach.

Bereits bei der Anfahrt ergab sich im Zusammenhang einer unerwarteten Gelegenheit die Möglichkeit, sich als Gruppe näher kennen zu lernen und die „Busgemeinschaft“ mitsamt dem Fahrer Steffen als Solidargemeinschaft zu erleben. Bei einem Reifenwechsel in Höhe Köln unterstützten Kollegen aus unserer Gruppe den Reifenwechsel und sorgten so für die nur leicht verspätete Fortsetzung der Busanreise.

Trier, die älteste Stadt Deutschlands mit dem Wahrzeichen aus römischer Zeit, der Porta Nigra, war der erste geplante Halt auf dem Weg zum 4 Sterne Hotel[i] in Saarbrücken.

Mit zwei Guides vom Besucherdienst der Stadt Trier[ii] erfolgte eine zweistündige Führung („2000 Schritte durch 2000 Jahre“)  durch die von den Römern erbaute Stadt, die aber auch im Mittelalter durch die Kurfürstenwürde der damaligen Erzbischöfe von Trier eine herausragende Rolle im Deutschen Reich hatte.

Im Restaurant „Ratskeller“ in Saarbrücken[iii] konnte der lange Anfahrtstag dann in geselliger Runde beendet und der erste Tag reflektiert werden.

Im Landtag des Saarlandes[iv] erwarteten uns dann am 2. Tag Vertreter aller vier im Landtag vertretenen Parteien. Zuvor konnten wir im Plenarsaal des Landtages, der für 51 Mandatsträger/innen Arbeitsplätze vorhält, ein sehr interessantes und umfassendes Referat mit anschließender Diskussion hören.

Auch die einstündige Diskussion mit den MdL Frank Wagner (CDU), Petra Berg (SPD), Dennis Lander (Die Linke) und Rudolf Müller (AfD) war überaus aufschlussreich, denn mit Frau Berg stand uns auch die innenpolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion zur Verfügung, die der Vorsitzende Wilhelm Kleimann kritisch auch zu ihrer Einschätzung zum „Polizeilichen Ordnungsdienst“[v] befragen konnte. „Diese auf 45 Stellen begrenzte und nur drei Monate „ausgebildeten“ Mitarbeiter/innen sind nur für begrenzte polizeiliche Aufgaben vorgesehen und können die auch im Saarland entstandene Personalmisere nicht auflösen“, formulierte Frau Berg in ihrer Antwort.

Für Irritation und auch Unmut in der Gruppe sorgte der Wortbeitrag des AfD Abgeordneten Müller, der sich nicht nur „sprachlich“ mehrfach verirrte.

Interessant und auflockernd für die ausschließlich mit dem Bus vorgenommenen An- und Abreisen von und zu den verschiedenen Reisezielen waren die Beiträge des Referenten Drs. Siebo Janssen[vi], der stets kurzweilig und mit viel Fachkompetenz beispielsweise über die Geschichte der EU von den Anfängen bis zur Osterweiterung, das Schengener Abkommen und die Auswirkungen für den europäischen Einigungsprozess und die turbulente Geschichte Lothringens berichtete.  

Beeindruckend und gleichsam wohltuend normal wurde die Führung in Schengen[vii] empfunden. Vor den Toren der Stadt Luxemburg gelegen, erschloss sich der Gruppe die Symbolik, die für die beteiligten Politiker bei der Vertragsschließung 1985 des Schengener Abkommens ursächlich war. In diesem Sinne war es uns eine Ehre, dass wir gemeinsam mit der Heinz-Kühn-Stiftung als GdP Kreisgruppe Unna nun durch ein symbolisches Schloss mit diesem Ort, an dem offene Grenzen in großen Teilen Europas vereinbart wurden „verbunden“ sind.

Luxemburg[viii] Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums stand der Gruppe nach einem kurzen geführten Gang in der Altstadt zur freien Erkundung zur Verfügung. Feststellbar war, dass zwar in Luxemburg gute Gehälter gezahlt werden, die Lebenshaltung aber teurer als in Deutschland ist.

Am dritten Reisetag wurde uns sehr klar wie eng das Ruhrgebiet, das Saarland und Lothringen durch ihre industrielle Vorgeschichte miteinander verbunden sind. Lothringen kämpft offenbar noch mehr mit dem durch Zechenschließungen und industrielle Veränderungen als das Saarland und unsere Region. Die historische Stadt Metz[ix] setzt deshalb zunehmend auf die Belebung des Tourismus und kann hier neben einer Vielzahl historischer Gebäude auch viel Neues bieten. Absolut empfehlenswert ist ein Besuch des Schaubergwerks „La mine wendel“ in Petite Roselle[x] durch das wir u.a. von engagierten Kumpel Horst fachkompetent geführt wurden. 

Am letzten Tag erfolgte eine Führung durch die Gedenkstätte „SS Sonderlager“ Hinzert[xi] bei Trier, das zunächst ab Oktober 1939 als Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet wurde. Nach Unterstellung dieses Lagers und die Inspektion der Konzentrationslager diente es als „Durchgangslager“ insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.   
Belegbar ist eine Zahl von 321 Toten im Laufe der Jahre.

Zusätzlich wurden dort Ende 1941- 70 sowjetische Politkommissare und 1944- 23 luxemburgische Widerstandskämpfer ermordet.

Die Teilnehmer/innen aus dem Bereich der GdP Kreisgruppe Unna als Teil der Gesamtgruppe waren sehr zufrieden mit den angebotenen Veranstaltungspunkten, den Reisezielen, dem Service bei Unterkunft und Logistik und der sehr persönlichen Reiseleitung durch den Seminarleiter Karl-Georg  (Charly) Wetschies vom Heinz-Kühn-Bildungswerk. In das Lob wurden neben dem Busfahrer Steffen ausdrücklich auch der Referent Siebo Janssen, die sachbearbeitende Planerin des Bildungswerks Gabi Daniel und eine Vielzahl weiterer Guides, Referenten, Kellnern etc. mit einbezogen.

Der Vorstand der GdP Kreisgruppe zeigte Bereitschaft, vergleichbares auch in den kommenden Jahren mit anderen Reisezielen in Kooperation mit dem HKB anzubieten.

 

 

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