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GdP und Schichtdienstmodelle

WAF -.

AZVO - Anwendung von EU-Richtlinien im Wachdienst

Immer wieder in den letzten Wochen wurde - auch im Zusammenhang mit zunehmender Mitarbeiterknappheit - von den Auswirkungen der EU-Richtlinien zur Arbeitszeit im Schichtdienst gesprochen. Viele Aussagen schwirren im Raum herum. Unsere Nachbarbehörde Münster führt sogar einen Probelauf eines neuen Schichtmodells mit sogenannten vorwärts rollierenden Schichten durch.

Und auch in der KPB Warendorf machen sich immer mal wieder Kollegen Gedanken um eine Gestaltung oder Veränderung des an den Standorten Ahlen, Oelde und Warendorf angewandten Vierteldienstes.

Niemand weiß jedoch Genaues und so bringen diese Gedanken vor allem eines: Unsicherheit bei den Betroffenen.

Grund genug für die GdP-Kreisgruppe sich einmal genauer zu informieren und für Klarheit zu sorgen. Nach Aussage von Minister Jaeger und des Polizeihauptpersonalrats ist bisher nur eines gewiss:  

 

- Zum 01.01.2016 soll das EU-Recht für den Schichtdienst in der Polizei NRW umgesetzt werden.   

- Es wird kein landeseinheitliches Schichtdienstmodell geben.

- Es wird keine Verpflichtung zu behördeneinheitlichen Schichtdienstmodellen geben.  


Zur Erarbeitung sogenannter "Leitplanken", also der Rahmenbedingungen für Schichtmodelle im Wachdienst, hat  das MIK eine Arbeitsgruppe eingerichtet.  

Diese Arbeitsgruppe hat bisher nicht einmal getagt ! 

So bleibt nur fest zu stellen, daß es viele Interessenten gibt, die aus welchen Gründen auch immer, eine dringliche Veränderungsnotwendigkeit postulieren , die zumindest fraglich ist.  

 

Natürlich sind gesetzliche Vorgaben ein Grund, Schichtmodelle zu ändern, aber sollte man diese Vorgaben nicht kennen, bevor man in die Planung geht?  

Eines jedoch ist sicher: 

Ohne die Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen geht es nicht.  

- Unser bisheriges Schichtmodell entspricht weitgehend der AzVO Pol.

- Die EU sieht maximal 8 Std. Nachtdienste vor.  Evtl. wird der 9 stündige Nachtdienst zukünftig nicht mehr möglich sein.

   Das MIK hat zudem angekündigt, keine Abweichungen mehr zuzulassen.

- Ob die "Leitplanken" die Folge von 4 Nachtdiensten nicht mehr zulassen, ist heute noch nicht vorhersehbar.

Es gilt nach wie vor, daß Veränderungen des Schichtmodells auch jetzt jederzeit möglich sind.  

Es bedarf aber in jedem Falle  einer eigenständigen Entscheidung der Kollegen, mit mindestens einer qualifizierten demokratischen Mehrheit. Dabei ist es auch völlig unerheblich, ob  am Standort A ein festes oder am Standort B möglicherweise ein Poolmodell gefahren wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten können und werden auch weiterhin für den jeweiligen Standort mehrheitlich selbst entscheiden, welches Schichtmodell sie bevorzugen.  

Die Kreisgruppe wird diesen Prozess aufmerksam begleiten und dafür Sorge tragen, daß die Rechte der Kolleginnen und Kollegen gewahrt bleiben. Hauruck-Lösungen, die hinter verschlossenen Türen ausgebrütet wurden, um sie dann überfallartig den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufzunötigen, wird es mit uns nicht geben.  

 

Die GdP wird auf allen Ebenen am Ball bleiben und immer für die nötige Transparenz sorgen.  

 

Bleibt eigentlich nur noch eine ketzerische Frage:  

Was passiert eigentlich,  wenn nichts passiert,  wenn eine Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Veränderungen am bewährten System nicht zustimmt?

 

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