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Die Kreispolizeibehörde Wesel muss erneut ein Minus bei der Personalzuweisung verkraften

Pressemitteilung der Kreisgruppe

Wesel.

Jedes Jahr zum 01.09. kommt für alle Polizeibehörden des Landes NRW die Zeit des Personalnachersatzes für die Polizistinnen und Polizisten, die z.B. durch Versetzung in andere Behörden oder wegen Zurruhesetzung nicht mehr zur Verfügung stehen. Dabei muss die KPB Wesel fast schon traditionell ein erneutes Minus verkraften. Seit 2014 hat die Kreispolizei Wesel rund 50 Polizeibeamte eingebüßt. Um sich diese Zahl anschaulich zu machen: Zwei bis drei Kriminalkommissariate oder ganze vier Dienstgruppen eines Wachbereichs in der KPB sind schon weggefallen. Bei diesen Zahlen kann man sich vorstellen, dass es jedes Jahr gravierende Probleme gibt, wenn Stellen nicht mehr besetzt werden können oder sich die Anzahl der Kolleginnen und Kollegen im Streifendienst weiter verringert.

Die Kreisgruppe Wesel der Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt ausdrücklich die Einstellung von Regierungsbeschäftigten zur Entlastung von Polizeibeamten. Aber die Zahl derer, die bisher bei der KPB Wesel eingestellt wurden, entspricht bei weitem nicht den 50 weggefallenen Polizeibeamten. Außerdem sind sie kein Ersatz für Polizisten.

Die Einstellungszahlen für neu auszubildende Kolleginnen und Kollegen steigen erfreulicherweise wieder und werden in den nächsten Jahren hoffentlich auf diesem Niveau stabil bleiben. Bei der Kreispolizeibehörde Wesel macht sich dieser positive Aspekt  bis jetzt nicht bemerkbar. Die Kreispolizei ist damit in bester Gesellschaft mit den übrigen Landratsbehörden des Landes NRW, welche ebenfalls nicht von den höheren Einstellungszahlen profitieren.

Ein Grund ist unter anderem, dass die Landesregierung Schwerpunkte in Großbehörden setzt. Dies ist verständlich, darf jedoch nicht dazu führen, dass Landratsbehörden wie die Kreispolizeibehörde Wesel bei immer knapper werdendem Personal Gefahr laufen, dass die Aufgaben auf immer weniger Schultern verteilt werden und womöglich nicht mehr wahrgenommen werden können

Angesichts der Übergriffe auf Rettungskräfte und Polizisten besteht die Gefahr, dass bitter benötigte Unterstützung nicht rechtzeitig gewährt werden kann und/oder Bürgerinnen und Bürger längere Zeit auf das Eintreffen der Polizei warten müssen.

Die Kreisgruppe Wesel der GdP fordert die Landesregierung auf, die personellen Defizite der Landratsbehörden auszugleichen und fordert gleichzeitig den Landrat Herrn Dr. Müller auf, sich nachdrücklich in Düsseldorf dafür einzusetzen.

 

Nils Krüger                                                                                                                                        Vorsitzender

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