Zum Inhalt wechseln

Sondereinsatz G 20 in Hamburg

Mainz/Hamburg.

Der wohl größte Polizeieinsatz im Bundesgebiet anlässlich des G 20­-Treffens in Hamburg ist zu Ende und die gesellschaftspolitischen Nachbetrachtungen und Medienberichterstattungen haben eingesetzt. Aus Sicht des GdP-Landesvorstandes gilt es für die rheinland-pfälzischen KollegInnen und Unterstützungskräfte der Hamburger Polizei ein erstes Resümee zu ziehen.

Die Belastungen dieses Einsatzes setzten für alle betroffenen KollegInnen neue Maßstäbe und Erkenntnisse. Eine zielgerichtete Aufbereitung (Belastungen / Taktik / Technik + Logistik und Wirkungen) steht in den nächsten Tagen im Detail an und hat die gewerkschaftlichen Forderungen und die Erfahrungen der KollegInnen der Bereitschaftspolizei zu berücksichtigen.

Achim Recktenwald, Vorsitzender der GdP-Bezirksgruppe Bereitschaftspolizei:

"Nach anfänglichen Problemen bei der Unterkunft und der Verpflegung konnten diese Dinge aufgearbeitet und zur Zufriedenheit unserer KollegInnen gelöst werden. Unser Dank gilt den verantwortlichen Führungskräften vor Ort und der Polizeiabteilung im MdI für die zeitnahe Aufarbeitung und Abhilfe. Über unsere GdP-Initiativen haben wir berichtet. Als sehr problematisch zeigten sich erneut die Einsatz- und Ruhezeiten für die Kolleginnen und Kollegen in diesem mehrtägigen Einsatz. Neben den Einsatzerfordernissen ist dieser Umstand teilweise notwendiger Rüstzeiten und langen Anreise- und Rückreisewegen zu den Unterkünften geschuldet. Dienstzeiten mit 14 bis 20 Stunden und mehr sind für uns als GdP nicht hinnehmbar und dies muss im Detail aufgearbeitet werden.“

Heinz-Werner Gabler, Stellvertretender GdP-Landesvorsitzender:

"In den nächsten Gesprächen im MdI werden wir natürlich die Erkenntnisse aus diesem Einsatz mit unseren verantwortlichen Ansprechpartnern erörtern. Schon jetzt gilt für die GdP, dass Diskussionen, beispielsweise zu Stundenvergütungen vor dem Hintergrund der Ereignisse, Belastungssituationen und Wirkungen für unsere Kolleginnen und Kollegen nicht angezeigt sind. Der gesamte Einsatz ist mit einer 1 zu 1 Stundenregelung zu vergüten."

Helmut Knerr, Stellvertretender GdP-Landesvorsitzender:

"Allen verletzten oder erkrankten KollegInnen möchten wir gute Besserung wünschen und allen in Hamburg eingesetzten Polizeikräften wünschen wir eine gute Erholung von dem sehr anstrengenden und wirklich nicht alltäglichen Polizeieinsatz!“

Knerr weiter: „Eine Nachbereitung dieses Einsatzes ist auch eine sehr gute Vorbereitung für unseren bevorstehenden und zu planenden Großeinsatz zum 3. Oktober 2017 in Mainz beim „Tag der Deutschen Einheit“. Sicherlich werden wir andere Situationen, Schnittmengen und Größenordnungen hierbei haben. Erwartungen die wir an andere Einsatzleitungen haben, müssen aber auch Maßstab für unsere Planungsüberlegungen darstellen. Die logistischen Anforderungen bei polizeilichen Großeinsätzen orientieren sich an bestehenden Standards und müssen eine besondere Stellung innehaben. KollegInnen aus anderen Bundesländern die uns helfen, aber natürlich auch die rheinland-pfälzischen Polizeibeschäftigten, haben einen Anspruch auf eine optimale Versorgung und Unterbringung bei Mega-Events. Zielsetzung muss es sein, dass gerade Personalplanungen bei mehrtägigen und personalintensiven Polizeieinsätzen Ruhe- und Regenerationszeiten der KollegInnen beinhalten und auch ermöglichen.“