Zum Inhalt wechseln

Info 04/2019 - Tarif- und Besoldungsrunde 2019 Tarifergebnis nach zähen Verhandlungen erzielt

Erfurt.

Am späten Abend des 02.03.2019 einigten sich die Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) mit den Gewerkschaften in Potsdam auf einen Tarifabschluss. Diese Verhandlungsrunde war mit Abstand die Schwierigste. Bis zum Schluss machte die TdL eine Einigung von der Änderung des § 12 TV-L (Arbeitsvorgang) abgängig. Der Hartnäckigkeit der Gewerkschaften ist es zu verdanken, dass der § 12 TV-L nicht angefasst worden ist. Hier nun das Ergebnis:

Anhebung der Tabellenentgelte in 3 Stufen im Gesamtvolumen von 7,8 % zuzüglich Zinseszinseffekt ergibt das 8 %.

01.01.2019 → 3,2 % mindestens aber 100 €
01.01.2020 → 3,2 % mindestens aber 90 €
01.01.2021 → 1,4 % mindestens aber 50 € bis 30.9.2022.

In dem Gesamtvolumen ist eine Erhöhung der Erfahrungsstufe 1 um insgesamt 11 % ebenfalls in 3 Stufen eingepreist.

Somit ergibt sich eine effektive lineare Erhöhung wie folgt:

01.01.2019 → 3,01 % ab Erfahrungsstufe 2 mindestens aber 100 €
01.01.2020 → 3,12 % ab Erfahrungsstufe 2 mindestens aber 90 €
01.01.2021 → 1,29 % ab Erfahrungsstufe 2 mindestens aber 50 €

· die Laufzeit beträgt 33 Monate.
· Erhöhung der Auszubildendenvergütungen zum 01.01.19 und 2020 um jeweils 50 €
· Zusätzlich erhöht sich der Urlaubsanspruch für Azubis auf 30 Tage.
· Erhöhung der Garantiebeträge bei Höhergruppierung in den Entgeltgruppen 1-8 von 100 €, Entgeltgruppen 9-14 von 180 € mit den bestehenden Regelungen zur Dynamisierung gem. Protokollerklärung zu
§ 17 Absatz 4 Satz 2. · die Entgeltgruppe 9 teilt sich zukünftig in die EG 9a (ehemals kleine) und 9b (große)beide Gruppen haben 6 Stufen und die „normalen Stufenlaufzeiten“, Besitzstandesregelungen werden vereinbart
· zur Kompensation der Kosten wird die Jahressonderzahlung (§ 20 TV-L) für die Jahre bis 2022 auf dem Niveau
2018 eingefroren; für das Tarifgebiet Ost wird vorher aber die Angleichung auf Westniveau durchgeführt.

Auch die Thüringer Finanzministerin, Heike Taubert, bezeichnet dieses Ergebnis als einen „fairen Kompromiss“ (OTZ-online v. 03.03.19). Sie schlägt dem Kabinett am 05.03.2019 die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamt*innen und Versorgungsempfänger*innen vor.

Dafür herzlichen Dank.

Der Landesvorstand

Download
This link is for the Robots and should not be seen.