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WS Boot | © Andre Püttjer
Andre Püttjer

09.08.2026

Neue Bedrohungen im Hafen – Wasserschutzpolizei muss gestärkt werden

Einsatz Pressemitteilungen WS

Der Hamburger Hafen ist weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor für die Hansestadt. Als Deutschlands größter Seehafen und drittgrößter Hafen Europas ist er kritische Infrastruktur von nationaler und internationaler Bedeutung. Mit der veränderten Sicherheitslage wächst seine strategische Rolle – für Wirtschaft und Versorgung ebenso wie als wichtiger Knotenpunkt ziviler und militärischer Logistik.

Hamburg ist damit einer der bedeutendsten Wirtschafts- und Logistikstandorte Deutschlands und Nordeuropas. Der Hafen verbindet internationale Warenströme mit Straße, Schiene und Wasser und ist eine zentrale Drehscheibe Richtung Mittel- und Osteuropa sowie nach Skandinavien. Seine Sicherheit betrifft weit mehr als Hamburg. 

Dazu erklärt Lars Osburg, Landesvorsitzender der GdP Hamburg: 

„Wer den Hamburger Hafen schützt, schützt eine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Lebensader unseres Landes. Was hier passiert, kann Auswirkungen weit über Hamburg hinaus haben. Hafensicherheit ist deshalb eine Aufgabe von nationaler Bedeutung.“ 

Für die GdP Hamburg kommt der Wasserschutzpolizei dabei eine Schlüsselrolle zu

Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen. Drohnen, mögliche Sabotage und Ausspähung kritischer Infrastruktur kommen zu bestehenden Herausforderungen wie organisierter Kriminalität, Gefahrguttransporten und internationalem Schiffsverkehr hinzu. 

„Über Drohnenabwehr und neue Technik wird viel gesprochen. Entscheidend sind aber die Menschen, die den Hafen kennen, komplexe Lagen bewerten und im Ernstfall handeln können. Unsere Wasserschutzpolizei verfügt über dieses Spezialwissen und diese Erfahrung. Wenn die Anforderungen wachsen, müssen auch ihre personellen und technischen Möglichkeiten mitwachsen.“ 

Hamburg investiert bereits in die Sicherheit von Polizei und Hafen. Entscheidend ist aus Sicht der GdP deshalb nicht allein, ob der Etat steigt, sondern ob Personal, Technik, Ausbildung und spezialisierte Fähigkeiten mit der Geschwindigkeit neuer Bedrohungen Schritt halten. 

Angesichts der nationalen und internationalen Bedeutung des Hamburger Hafens fordert die GdP deshalb auch eine stärkere und verlässliche Beteiligung des Bundes an zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen – etwa bei moderner Detektions- und Abwehrtechnik sowie gemeinsamen Lage-, Ausbildungs- und Übungskonzepten. 

Lars Osburg_uniform | © Marius Röer
Marius Röer
„Hamburg übernimmt Verantwortung für seinen Hafen. Aber eine Infrastruktur, von der Wirtschaft, Versorgung und zunehmend auch unsere sicherhåeitspolitische Handlungsfähigkeit abhängen, kann nicht allein Hamburger Aufgabe sein. Der Bund muss sich stärker beteiligen. Wer Hafensicherheit stärken will, muss auch unserer Wasserschutzpolizei den Rücken stärken.“
Lars Osburg, Landesvorsitzender GdP Hamburg