05.01.2026
GdP Hessen: Gewalt in der Silvesternacht in Frankfurt zeigt neue Dimension - Rechtsstaat muss konsequent handeln
Angriffe auf Einsatzkräfte sind Angriffe auf den Staat - ein weiter so darf es nicht geben!
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hessen bewertet die Angriffe auf Polizei- und Rettungskräfte in der vergangenen Silvesternacht in Frankfurt als ernst, aber leider absehbar. Die Polizei war mit einem außergewöhnlich hohen Kräfteansatz im Einsatz - sowohl wegen der eingerichteten Böllerverbotszonen als auch aufgrund der klaren Einsatzstrategie: „Die Polizei kontrolliert die Straße, um Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, bilanziert Jens Mohrherr, Landesvorsitzender der GdP Hessen.
Trotz der Maßnahmen kam es zu gezielten Angriffen auf Einsatzkräfte, unter anderem durch den Einsatz von Pyrotechnik. Betroffen waren unter anderem zwei Mitarbeitende des Deutschen Roten Kreuzes. Mohrherr betont: „Unsere Einsatzkonzepte haben sich bewährt. Aber es ist illusorisch zu glauben, dass wir künftig jede Silvesternacht mit noch mehr Personal bewältigen können.“
Gewalt gegen Polizei und Rettungsdienste ist kein neues Phänomen, spitzt sich jedoch in Silvesternächten massiv zu. Pyrotechnik wird gezielt als Waffe eingesetzt, Gewalt wird über soziale Medien inszeniert, ein regelrechter Krawalltourismus hat sich etabliert! Dies belegen auch die Zahlen, die die Frankfurter Polizei veröffentlicht hat. Es scheint so, als zöge die Rhein-Main Metropole Krawallmacher regelrecht an. Dieses Phänomen haben wir bereits in der Corona Zeit festgestellt, als mehrere hundert Chaoten auf dem Opernplatz Ordnungskräfte angriffen!
Die FAZ bilanziert dazu in der Onlineausgabe am 6. Januar: „Von den 73 Personen, die vorläufig festgenommen wurden, lebt demnach etwa die Hälfte nicht in Frankfurt oder hat keinen festen Wohnsitz. Die Gruppe der Tatverdächtigen setzt sich laut Polizei aus insgesamt 20 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Den größten Anteil bilden mit 32 Festgenommenen deutsche Staatsangehörige. Unter den anderen Verdächtigen sind neun Afghanen, fünf Türken, vier Rumänen sowie kleinere Gruppen aus Marokko, Litauen, Spanien und Syrien. Zwei Personen konnten nach Angaben eines Polizeisprechers bisher keiner Nationalität zugeordnet werden.“
„Unsere Einsatzkonzepte haben sich bewährt. Aber es ist illusorisch zu glauben, dass wir künftig jede Silvesternacht mit noch mehr Personal bewältigen können.“Jens Mohrherr, Landesvorsitzender der GdP Hessen
Die GdP Hessen fordert daher eine konsequente Strafverfolgung: „Bestehenden Strafnormen müssen konsequent angewendet und die Mindestfreiheitsstrafe für Angriffe auf Einsatzkräfte müssen erhöht werden. Wer Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte angreift, greift den Staat an - und genau so muss schnell geurteilt werden.“
Darüber hinaus fordert die GdP Hessen:
- Dauerhafte Verbotszonen für Feuerwerk in belasteten Stadtteilen
- Strengere Kontrollen beim Verkauf und Transport von Pyrotechnik
- Gezielte Präventionsarbeit in Schulen und sozialen Brennpunkten
- Verantwortung der Plattformen, die Gewaltinszenierungen verbreiten
„Sicherheit entsteht nicht in einer Nacht, sondern durch langfristige, konsequente politische Entscheidungen. Wer den Staat schützen will, muss Probleme offen benennen, Verantwortung übernehmen und konsequent handeln - vor, während und nach solchen Ereignissen“, so die GdP abschließend.
Weitere Informationen
Jens Mohrherr
Landesvorsitzender
Telefon 0151/29218934
