23.03.2026
Polizei am Limit: GdP fordert Stopp der dramatischen Entwicklung
Die Belastung der Polizei in Deutschland bleibt hoch – und spitzt sich in vielen Bundesländern weiter zu. Besonders der fehlende Nachwuchs entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Problem für die innere Sicherheit.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor den Folgen dieser Entwicklung und fordert ein entschlossenes Gegensteuern der Politik. Trotz teils unterschiedlicher Entwicklungen bei den Fallzahlen bleibe die Arbeitsbelastung für die Beamtinnen und Beamten auf einem hohen Niveau.
GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke erklärt gegenüber Correctiv: „Wir erwarten von allen Landesregierungen, dass diese dramatische Entwicklung gestoppt wird.“
Nachwuchsproblem verschärft die Lage
Nach Einschätzung der GdP fehlen in vielen Bundesländern ausreichend Nachwuchskräfte. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Polizei kontinuierlich – etwa durch komplexere Einsatzlagen, neue Kriminalitätsformen und zusätzliche Aufgaben.
Diese Entwicklung führt dazu, dass vorhandenes Personal dauerhaft stark belastet ist und Entlastung vielerorts ausbleibt.
Politik in der Verantwortung
Aus Sicht der GdP reicht es nicht aus, kurzfristige Schwankungen in der Kriminalitätsstatistik zu betrachten. Vielmehr brauche es nachhaltige Maßnahmen, um den Polizeiberuf attraktiver zu machen und ausreichend Personal zu gewinnen.
Die Gewerkschaft macht deutlich: Ohne ein entschiedenes Handeln der Länder droht sich die Situation weiter zu verschärfen – mit möglichen Folgen für die Sicherheit und Einsatzfähigkeit der Polizei.
