jumpToMain
© GdP Hessen
GdP Hessen

07.04.2026

Finanzminister Prof. Lorz wirft „finanziellen Rettungsanker!“
„Polizei am Limit: GdP warnt vor Personalabbau“

Wiesbaden, 8. April 2026 - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hessen kritisiert die geplante Stellenwiederbesetzungssperre in den nachgeordneten Behörden scharf. 

Trotz der Ausnahme für Polizeivollzug und Wachpolizei sieht GdP-Chef Jens Mohrherr akuten Handlungsbedarf: „Unsere Tarifbeschäftigten sind das Rückgrat der hessischen Polizei. Jede wegfallende Stelle erhöht die Belastung für die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen.“

Der Landes-Haushalt 2026 sieht vor, dass von drei freiwerdenden Stellen in den nachgeordneten Behörden nur zwei wiederbesetzt werden dürfen. Polizeivollzug und Wachpolizei sind von der Sperre ausgenommen, doch Mohrherr warnt: „Der Kernbereich der Verwaltung darf nicht auf freiwerdende Stellen verzichten.“

Seit Ende 2022 wurden die Stellen in der öffentlichen Verwaltung um 8 % erhöht, dennoch bleiben viele Bereiche der Polizei personell unterbesetzt. Einsatzkräfte arbeiten an der Belastungsgrenze: volle Auftragsbücher, wöchentliche Sondereinsätze, hohe Überstunden. Die Einstellungsoffensive im Polizeivollzug wird durch Abbrecherquoten noch nicht ausreichend kompensiert. „Die Sicherheitslage wird komplexer - nicht einfacher“, so Mohrherr.

Verzögerungen bei Besoldungserhöhungen im Vorjahr führten zu Frustration: Beamte mussten vier Monate auf Gehaltsanpassungen warten. Eine konkrete offizielle Erklärung aus dem Finanzministerium, den jüngst vereinbarten Tarifabschluss auch 1:1 auf die Beamten und Versorgungsempfänger zu übernehmen fehlt ebenso, wie der Plan dieser Landesregierung, die verfassungswidrige Besoldung endlich zu beenden!

Mohrherr fragt: „Welche Attraktivität genießt Hessen im Konzert der um Nachwuchs konkurrierenden Bundesländer, wenn Landesbedienstete kontinuierlich schlechter gestellt werden?“

 

© GdP Hessen
GdP Hessen
An den Haushaltsgesetzgeber: Weitere Einsparungen gefährden Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Qualität öffentlicher Aufgaben! Statt radikaler Kürzungen müsse ein gezielter Erhalt und Ausbau von Personal, insbesondere bei Polizei und Justiz erfolgen, um Kernaufgaben dauerhaft zu gewährleisten.
Jens Mohrherr, GdP-Landesvorsitzender

Weitere Informationen

© GdP Hessen

Jens Mohrherr

Landesvorsitzender

Telefon 0151/29218934