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GdP Hessen / KI generiert

11.05.2026

Eckpunkte der Landesregierung reichen nicht aus - „Hessen braucht endlich eine echte Besoldungsreform“

Die GdP Hessen bewertet die vom Hessischen Innenminister heute vorgestellten Eckpunkte zur Beamtenbesoldung als unzureichend. Zwar enthält das angekündigte Maßnahmenpaket einzelne Verbesserungen - darunter die Übertragung des Tarifergebnisses, höhere Familienzuschläge für die ersten beiden Kinder sowie die Streichung der ersten Erfahrungsstufe in der A-Besoldung. Aus Sicht der GdP fehlt jedoch weiterhin eine echte strukturelle Stärkung der Besoldung.

Der Landesvorsitzende der GdP, Jens Mohrherr, erklärt: „Nach Jahren der verfassungsrechtlichen Diskussionen hätten wir erwartet, dass Hessen endlich den Mut zu einer echten Besoldungsreform aufbringt. Die jetzt vorgestellten Eckpunkte bleiben deutlich hinter dem zurück, was Polizei und öffentlicher Dienst benötigen.“

Die GdP kritisiert insbesondere, dass die Landesregierung offenbar vor allem darauf abziele, rechtliche Mindestanforderungen zu erfüllen, anstatt die Besoldung nachhaltig attraktiver und wettbewerbsfähiger zu gestalten. „Wer dauerhaft leistungsfähige Polizei- und Verwaltungsstrukturen will, muss auch bereit sein, in die Menschen zu investieren, die täglich Verantwortung für dieses Land übernehmen“, so Mohrherr weiter. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zurecht mehr als kleinteilige Korrekturen.“

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„Die Polizei in Hessen arbeitet seit Jahren an der Belastungsgrenze. Wer in Sonntagsreden von Wertschätzung spricht, muss diese auch bei der Besoldung sichtbar machen.“
Jens Mohrherr, GdP-Landesvorsitzender
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Mit Blick auf andere Dienstherren sieht die GdP das Land Hessen zunehmend unter Druck. Während Schleswig-Holstein deutlich weitergehende lineare Anpassungen plane und auch der Bund umfassendere Reformansätze verfolge, drohe Hessen erneut an Attraktivität zu verlieren. Gerade für die Polizei sei dies ein fatales Signal. Nachwuchsgewinnung, Personalbindung und Motivation würden wesentlich auch durch eine konkurrenzfähige Besoldung beeinflusst.

„Die Polizei in Hessen arbeitet seit Jahren an der Belastungsgrenze. Wer in Sonntagsreden von Wertschätzung spricht, muss diese auch bei der Besoldung sichtbar machen“, betont Mohrherr.

Die GdP kündigt an, den angekündigten Gesetzentwurf sorgfältig zu prüfen und sich aktiv in das weitere Verfahren einzubringen. Bereits jetzt sei jedoch klar, dass erheblicher politischer Nachbesserungsbedarf bestehe.

„Verfassungsgemäße Besoldung darf nicht das Ende politischer Ambitionen sein - sie muss der Ausgangspunkt für eine dauerhaft faire, moderne und konkurrenzfähige Besoldung in Hessen werden“, so der GdP-Landesvorsitzende abschließend.

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Telefon 0151/29218934