29.06.2026
Senioren: Drittes bundesweites Vernetzungstreffen – Gemeinsam Zukunft gestalten
Bereits zum dritten Mal trafen sich Ende Juni die Verantwortlichen der GdP-Seminare „Vorbereitung auf den Ruhestand“ zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, erfolgreiche Konzepte auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln und die Seminarangebote für Kolleginnen und Kollegen auf dem Weg in den Ruhestand gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die Seminarreihe hat sich in den vergangenen Jahren in vielen Landesbezirken als wichtiger Bestandteil der Mitgliederbetreuung etabliert. Sie unterstützt Polizeibeschäftigte dabei, den Übergang vom aktiven Berufsleben in den Ruhestand gut vorzubereiten und informiert umfassend über Versorgung, Beihilfe, Krankenversicherung, Vorsorge sowie neue gesellschaftliche Entwicklungen. Das Vernetzungstreffen bietet den Organisatorinnen und Organisatoren die Möglichkeit, voneinander zu lernen, Materialien auszutauschen und gemeinsame Qualitätsstandards zu entwickeln.
Nach der Begrüßung durch Gundula Thiele-Heckel und Uwe Petermann stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Neue Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus den Landesbezirken stellten sich vor und knüpften erste Kontakte. Gerade dieser persönliche Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil des Netzwerks und bildet die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg.
Einen wichtigen Schwerpunkt bildete der Bericht des Bundesvorsitzenden der GdP-Seniorengruppe, Ewald Gerk, zur aktuellen Seniorenpolitik innerhalb der GdP und des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Er informierte über die Arbeit der Kommissionen zu den Themen Rente, Gesundheit und Pflege sowie über die Vorbereitungen der Bundeskonferenz und die künftige Ausrichtung der Seniorenarbeit. Positiv bewertet wurden die Bestrebungen des DGB, die Seniorenarbeit personell und organisatorisch weiter zu stärken. Auch innerhalb der GdP soll die Seniorenarbeit künftig noch stärker unterstützt werden.
Ein weiterer Programmpunkt war die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Torsten Rohde stellte die aktuelle Statistik vor. Mit rund 211.000 Mitgliedern erreicht die GdP derzeit einen historischen Höchststand. Etwa 37.000 Mitglieder gehören inzwischen zur Seniorengruppe. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung der Seniorenarbeit innerhalb der Gewerkschaft und verdeutlichen zugleich die Verantwortung, attraktive Angebote für ältere Mitglieder bereitzustellen.
Im Mittelpunkt des Vernetzungstreffens standen anschließend die zahlreichen Praxisbeispiele aus den Landesbezirken. Vorgestellt wurden erfolgreiche Seminarkonzepte, Informationsveranstaltungen sowie innovative Ideen zur Mitgliederbindung. Besonders großes Interesse fanden Seminare zur Vorbereitung auf den Ruhestand, Beihilfeveranstaltungen, Internetangebote einzelner Landesbezirke sowie Projekte der Bundespolizei und des Zolls. Ebenso wurden Erfahrungen zum Thema pauschale Beihilfe und zum Wechsel in die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung ausgetauscht.
Deutlich wurde dabei, dass in vielen Landesbezirken hervorragende Materialien und Konzepte entstanden sind. Broschüren, Flyer, Checklisten und Präsentationen wurden gegenseitig vorgestellt und sollen künftig allen Interessierten zur Verfügung stehen. Ziel ist es, bewährte Lösungen nicht mehrfach neu entwickeln zu müssen, sondern voneinander zu profitieren und gemeinsam die Qualität der Angebote weiter zu verbessern.
Einen Blick in die Zukunft richtete der Vortrag von Alexander Engel von der BAGSO, der per Videokonferenz das Projekt „KI für ein gutes Altern“ vorstellte. Dabei wurde deutlich, welche Chancen künstliche Intelligenz älteren Menschen künftig im Alltag bieten kann – von der Informationssuche über digitale Assistenzsysteme bis hin zu neuen Möglichkeiten der Kommunikation. Gleichzeitig wurde darüber diskutiert, wie die GdP ihre Mitglieder bei der digitalen Teilhabe begleiten und Berührungsängste abbauen kann.
Auch die Weiterentwicklung bestehender Informationsmaterialien spielte eine wichtige Rolle. Diskutiert wurden unter anderem der Flyer „Ältere Mitglieder fit für die digitale Zukunft machen“ sowie der Folder „10 gute Gründe für eine weitere GdP-Mitgliedschaft“, der speziell ältere Mitglieder ansprechen soll. Darüber hinaus wurden neue Themen für zukünftige Vernetzungstreffen gesammelt. Beihilfe, Pflege, Vorsorge und digitale Gesundheitsangebote sollen künftig noch stärker berücksichtigt werden.
Zum Abschluss verständigten sich die Teilnehmenden auf konkrete Maßnahmen. Dazu gehören eine aktuelle Übersicht aller Netzwerkpartner, der digitale Austausch von Broschüren und Präsentationen, eine intensivere Zusammenarbeit über Microsoft Teams sowie die Fortführung des regelmäßigen Erfahrungsaustausches. Damit wird das bundesweite Netzwerk weiter gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen den Landesbezirken nachhaltig ausgebaut.
Das dritte Vernetzungstreffen hat eindrucksvoll gezeigt, welchen Mehrwert der persönliche Austausch für die Seniorenarbeit der GdP bietet. Gute Ideen entstehen dort, wo Erfahrungen geteilt werden. Die gemeinsame Weiterentwicklung der Ruhestandsseminare trägt dazu bei, dass Mitglieder auch am Ende ihres Berufslebens kompetent begleitet werden und der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt gut vorbereitet gelingt. Das starke Netzwerk der Seminarverantwortlichen ist dafür eine wichtige Grundlage – und ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit innerhalb der GdP erfolgreich gelebt wird.v
