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GdP Hessen

02.08.2026

GdP Hessen warnt vor Sicherheitslücke im Landeshaushalt: „Wer nicht bei der Polizei investiert, spart an der Sicherheit der Menschen“

Der Landeshaushalt 2027 wird zum Lackmustest für die Innere Sicherheit in Hessen. Am Rande der heutigen Pressekonferenz des DGB mit den Forderungen der Einzelgewerkschaften zum Landeshaushalt fordert die GdP die Landesregierung auf, endlich richtige, sicherheitsrelevante Prioritäten zu setzen.

Angesichts realer Anschlagsszenarien, Bedrohungen durch Cyberkriminalität, islamistischer-, linker- und rechter Bedrohungen, auch gegen die kritischen Infrastrukturen, brauche Hessen keine weiteren Sparvorgaben, sondern eine echte Sicherheitsoffensive.

„Die Politik verspricht den Menschen Sicherheit, im Haushalt kommt davon bislang zu wenig an. Wer bei der Polizei spart, spart an der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Sicherheit ist keine Ausgabeposition - sie ist Kernaufgabe des Staates“, erklärt der GdP-Chef Jens Mohrherr.

Besonders scharf kritisiert die GdP, dass die seit Jahren bestehende verfassungswidrige Besoldung noch immer nicht nachhaltig gelöst ist. Der Haushalt 2027 müsse deshalb Rückstellungen für Nachzahlungen seit 2013 sowie für laufende Widerspruchsverfahren, Versorgungsempfänger und Hinterbliebene enthalten. Eine verfassungsgemäße Alimentation dürfe nicht länger durch Rechentricks oder fiktive Einkommen ersetzt werden.

Gleichzeitig warnt die Gewerkschaft vor einem strukturellen Personalproblem. Während Kriminalität komplexer werde und die Einsatzbelastung stetig steige, fehlten Personal, IT-Fachkräfte und moderne Ausstattung (über 4 Millionen Überstunden). Die GdP fordert einen verbindlichen, nachhaltigen Stellenaufwuchs im Polizeivollzug, der Kriminalpolizei, im Tarifbereich sowie bei Fach-, Verwaltungs- und IT-Beschäftigten. Stellenabbau, Wiederbesetzungssperren und Befristungen seien mit einer leistungsfähigen Polizei unvereinbar.

„Cybercrime, Terrorabwehr, KI, digitale Ermittlungen und der Schutz kritischer Infrastruktur sind die Sicherheitsfragen unserer Zeit. Wer diese Herausforderungen mit den Personal- und Finanzstrukturen von gestern bewältigen will, gefährdet die Sicherheit von morgen“, betont Mohrherr.

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Neben mehr Personal fordert die GdP ein Investitionsprogramm für Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Cybercrime, Kriminalpolizei und moderne Polizeiliegenschaften. Zudem müsse Hessen als Arbeitgeber wieder konkurrenzfähig werden - mit einer verfassungskonformen Besoldung, beispielsweise einem Höhergruppierungsprogramm für Tarifbeschäftigte! Gerade die Fürsorgepflicht des Dienstherrn dürfe nicht länger auf dem Papier stehen! Gesundheitsmanagement, psychologische Betreuung nach belastenden Einsätzen, wirksamer Rechtsschutz sowie die vollständige Übernahme von Schmerzensgeldansprüchen müssten endlich selbstverständlich werden.

„Der Landeshaushalt 2027 entscheidet darüber, ob Hessen auch künftig eine starke Polizei hat oder ob der Investitionsstau bei Personal, Technik und Besoldung weiterwächst. Sicherheit muss endlich dort beginnen, wo sie entsteht - bei den Menschen, die jeden Tag für diesen Staat den Kopf hinhalten. Jetzt ist die Zeit zu handeln - nicht zu verwalten.“, so Jens Mohrherr abschließend.

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Jens Mohrherr

Landesvorsitzender

Telefon 0151/29218934