28.10.2026
Protest ist ein Grundrecht. Gewalt nicht.
GdP fordert friedlichen Verlauf der Demonstrationen am 31. Oktober in Frankfurt und umfassenden Schutz für die eingesetzten Polizeikräfte.
Wiesbaden/Frankfurt. Mit Blick auf die für Samstag, den 31. Oktober 2026, angekündigten Demonstrationen in Frankfurt am Main appelliert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hessen an alle Beteiligten, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit friedlich und verantwortungsvoll wahrzunehmen. Zugleich warnt die GdP davor, dass gewaltbereite Gruppierungen legitime Proteste für ihre eigenen Zwecke missbrauchen könnten.
„Wer friedlich demonstriert, nimmt ein demokratisches Grundrecht wahr. Unsere Kolleginnen und Kollegen sorgen dafür, dass genau dieses Recht geschützt wird - unabhängig davon, welche politischen Forderungen auf die Straße getragen werden. Wer dagegen Polizeikräfte angreift, überschreitet eine klare Grenze“, erklärt Jens Mohrherr, Landesvorsitzender der GdP Hessen.
Die jüngsten gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich haben gezeigt, welche Gefahren entstehen können, wenn Proteste in Gewalt umschlagen. Auch der GdP-Bundesvorstand hat vor einer möglichen Einflussnahme gewaltbereiter Gruppierungen auf die angekündigten Demonstrationen in Deutschland gewarnt. Eine pauschale Gleichsetzung friedlicher Proteste mit gewalttätigen Ausschreitungen lehnt die GdP Hessen ausdrücklich ab.
Schutz der Versammlungsfreiheit und Schutz der Einsatzkräfte gehören zusammen
Unsere Polizeikräfte sind auf anspruchsvolle Einsatzlagen vorbereitet. Dabei setzen sie auf Professionalität, Kommunikation und Deeskalation sowie auf ein konsequentes, rechtsstaatliches Einschreiten gegen Straftaten.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen nicht zwischen den politischen Fronten. Sie stehen für den Rechtsstaat. Sie schützen Menschen, ermöglichen demokratischen Protest und müssen dabei selbst vor Angriffen geschützt werden. Gewalt gegen Polizeibeschäftigte darf niemals als legitimer Bestandteil einer Protestbewegung verharmlost werden“, betont Mohrherr.
Großeinsatzlagen brauchen Personal, Ausstattung und Rückhalt
Die GdP erinnert zugleich an die Verantwortung des Dienstherrn. Große Versammlungslagen verlangen eine sorgfältige Einsatzvorbereitung, ausreichende Personalreserven, geeignete Schutzausstattung sowie eine verlässliche Betreuung und Nachsorge der eingesetzten Beschäftigten.
Die ohnehin hohe Belastung der hessischen Polizei darf dabei nicht aus dem Blick geraten. Wer auch künftig eine leistungsfähige Polizei erwartet, muss die personellen und organisatorischen Voraussetzungen dafür schaffen.
Abschließend appelliert die GdP Hessen an alle Demonstrierenden, sich deutlich von Gewalt zu distanzieren und zu einem friedlichen Verlauf beizutragen.
„Unser Wunsch für Samstag ist eindeutig: friedliche Demonstrationen, keine verletzten Menschen und Kolleginnen und Kollegen, die nach ihrem Einsatz gesund zu ihren Familien zurückkehren.“
Weitere Informationen
Jens Mohrherr
Landesvorsitzender
Telefon 0151/29218934
