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© GdP, Kay Herschelmann
GdP, Kay Herschelmann

06.10.2026

Engagiert gegen Antisemitismus

Innenpolitik Innere Sicherheit Terrorismus Pressemitteilung

Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel erinnert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) an die Ermordeten und Entführten, an die Überlebenden und an ihre Angehörigen. Zugleich warnt sie davor, dass Jüdinnen und Juden und die Polizei im Kampf gegen Antisemitismus zunehmend alleinstehen. „Jüdische Gemeinden, Synagogen, Schulen und Veranstaltungen brauchen Schutz. Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten diesen Schutz unter höchster Belastung. Doch es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Jüdinnen und Juden und die Sicherheitsbehörden allein gegen Antisemitismus, Extremismus und Terrorgefahren kämpfen. Bei dieser immens wichtigen Aufgabe sind wir alle gefordert“, sagt GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke.

Mit Sorge blickt die GdP auf den politischen Raum und darauf, dass das Versprechen „Nie wieder“ an Glaubwürdigkeit zu verlieren droht. Polizei und Verfassungsschutz benötigen politischen Rückhalt, klare Prioritäten und die notwendigen Mittel, um antisemitische Straftaten zu verfolgen, Extremismus zu bekämpfen und antisemitische Anschläge zu verhindern. Kopelke: „‚Nie wieder‘ ist ein Auftrag, der keine Rissen erhalten darf. Wer jüdisches Leben schützen will, muss Polizei und Verfassungsschutz stärken und Antisemitismus entschieden entgegentreten. Jüdinnen und Juden dürfen mit ihrer Angst nicht alleinbleiben – und wir als Polizei mit ihrem Schutzauftrag auch nicht.“ Deswegen fordern wir als Gewerkschaft der Polizei den Aufbau einer nationalen Polizeireserve für Krisen- und Katastrophenlagen.

„‚Nie wieder‘ ist ein Auftrag, der keine Rissen erhalten darf."
Jochen Kopelke, GdP-Bundesvorsitzender