jumpToMain
© KI ChatGPT
KI ChatGPT

01.11.2026

39 Jahre nach der Tragödie an der Startbahn 18 West: Erinnern heißt Verantwortung übernehmen

Am 2. November 1987 verloren die Polizeibeamten Klaus Eichhöfer und Torsten Schwalm bei einem Schusswaffenangriff an der Frankfurter Startbahn 18 West ihr Leben. Zum 39. Jahrestag gedenkt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ihrer getöteten Kollegen. Ihr Schicksal mahnt uns, die Gefahren des Polizeiberufs nicht zu vergessen und den Schutz derjenigen, die für unsere Sicherheit eintreten, als gesellschaftliche Verpflichtung zu begreifen.

Heute, am 2. November 2026, jährt sich die tödliche Gewalttat an der Startbahn 18 West zum 39. Mal. Der Tod von Klaus Eichhöfer und Torsten Schwalm hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Polizei eingeprägt. Beide wurden am 2. November 1987 im Dienst durch Pistolenschüsse getötet. Ihr Tod erschütterte die Polizeifamilie weit über Hessen hinaus und bleibt bis heute eine schmerzliche Erinnerung an die Gefahren, denen Polizeibeschäftigte im täglichen Dienst ausgesetzt sind.

Wir gedenken heute zweier Menschen, die ihr Leben im Einsatz für die öffentliche Sicherheit verloren haben. Unsere Gedanken sind bei ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie bei allen, die ihnen nahestanden und deren Leben durch diese Tat für immer verändert wurde.

Hinter jeder Uniform steht ein Mensch

Polizeiarbeit bedeutet Verantwortung, Einsatzbereitschaft und den täglichen Einsatz für Recht und Gesetz. Doch dieser Auftrag ist mit Risiken verbunden, die im gesellschaftlichen Alltag allzu leicht in den Hintergrund treten. Hinter jeder Uniform steht ein Mensch - mit einer Familie, mit Freunden, mit Hoffnungen und mit dem Wunsch, nach dem Dienst gesund nach Hause zurückzukehren.

Jens Mohrherr, Landesvorsitzender der GdP Hessen, erklärt zum Gedenktag:

„Der Tod von Klaus Eichhöfer und Torsten Schwalm führt uns auch nach 39 Jahren eindringlich vor Augen, welchen Gefahren sich Polizeibeschäftigte bei der Erfüllung ihres Auftrags aussetzen. Wir dürfen niemals vergessen, dass hinter jeder Uniform ein Mensch steht. Wer Sicherheit von der Polizei erwartet, muss auch Verantwortung für den Schutz derjenigen übernehmen, die diese Sicherheit gewährleisten.“
© KI ChatGPT
KI ChatGPT

Gedenken verpflichtet – gestern, heute und morgen

Die Ereignisse vom 2. November 1987 sind nicht nur Teil der Geschichte der Polizei. Sie erinnern uns daran, dass eine demokratische Gesellschaft auf Menschen angewiesen ist, die Verantwortung übernehmen und sich für den Schutz anderer einsetzen. Gleichzeitig verpflichtet dieser Auftrag Staat und Gesellschaft, die Gefahren des Polizeiberufs ernst zu nehmen und den Beschäftigten den notwendigen Rückhalt zu geben.

Die GdP steht für eine Polizei, die den Menschen dient, rechtsstaatlich handelt und fest in der demokratischen Gesellschaft verankert ist. Eine solche Polizei braucht Vertrauen, gegenseitigen Respekt und eine Kultur der Verantwortung. Dazu gehören auch faire Arbeitsbedingungen, echte Mitbestimmung und ein respektvoller Umgang mit den Menschen, die täglich ihren Dienst leisten.

Mohrherr betont:

„Eine Polizei aus Bürgern für Bürger lebt vom Vertrauen der Menschen und vom Rückhalt für ihre Beschäftigten. Wertschätzung muss sich jeden Tag zeigen - im Umgang miteinander, in guten Arbeitsbedingungen, im Schutz vor Gefahren und in einer Mitbestimmung auf Augenhöhe. Das sind wir auch den Kolleginnen und Kollegen schuldig, die ihr Leben im Dienst verloren haben.“

Die Erinnerung an Klaus Eichhöfer und Torsten Schwalm ist für uns Mahnung und Verpflichtung zugleich. Sie bestärkt uns darin, für die Menschen einzustehen, die tagtäglich Verantwortung für die Sicherheit unserer Gesellschaft übernehmen, und ihre Leistungen ebenso wie ihre Gefährdungen sichtbar zu machen.

Zum heutigen Gedenktag veröffentlichen wir an dieser Stelle auch den Bericht eines damaligen Zeitzeugen. Er lässt die Ereignisse an der Startbahn 18 West lebendig werden und erinnert daran, wie tief diese Tragödie die Polizeigemeinschaft geprägt hat.

Am 39. Jahrestag ihres Todes gedenken wir Klaus Eichhöfer und Torsten Schwalm in tiefer Verbundenheit. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen, ihren Freunden und allen, die die Erinnerung an sie bewahren.

Polizei verdient Respekt und würdiges Gedenken

Seit 1945 haben in Hessen 54 Polizeibedienstete während ihres Dienstes ihr Leben verloren. Hinter jeder dieser Zahlen stehen Menschen, Familien und Kolleginnen und Kollegen, die einen schweren Verlust erlitten haben. Das Gedenken an Klaus Eichhöfer und Torsten Schwalm steht stellvertretend für die Verpflichtung, die Gefahren des Polizeiberufs niemals zu vergessen und alles dafür zu tun, diejenigen zu schützen, die für unsere Sicherheit eintreten.

Weitere Informationen

© GdP Hessen

Jens Mohrherr

Landesvorsitzender

Telefon 0151/29218934