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15.03.2026

PKS 2025: Rückgang der Kriminalität bestätigt gute Polizeiarbeit – GdP fordert weiter starke Ausstattung der Polizei

Pressemitteilungen

Im Rahmen der heute vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 deutet der niedersächsische Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die rückläufigen Fallzahlen und die stabile Aufklärungsquote als deutlichen Beleg für die gute Arbeit der Polizei im Land. Als besorgniserregend werden die weiterhin hohen Zahlen zur Gewaltkriminalität eingeschätzt. Entscheidend ist, dass die Polizei personell, finanziell und rechtlich dauerhaft stark ausgestattet bleibt.

„Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Kolleginnen und Kollegen in Niedersachsen sehr gute Arbeit leisten. Rückläufige Fallzahlen bei gleichzeitig stabil hoher Aufklärungsquote sind das Ergebnis konsequent professioneller Polizeiarbeit“, sagt der Landesvorsitzende der GdP Niedersachsen, Kevin Komolka.

Zugleich warnt er davor, die positiven Entwicklungen als Entwarnung zu verstehen: „Gerade bei Rohheitsdelikten, Messerangriffen und häuslicher Gewalt bewegen sich die Zahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Dass die Gewaltbereitschaft in Teilen der Gesellschaft weiterhin hoch ist, bedeutet eine ernsthafte Herausforderung.“

Vor diesem Hintergrund sei es entscheidend, dass Polizei und Sicherheitsbehörden über die passenden Instrumente verfügen. „Das beinhaltet ausreichendes Personal, zeitgemäße Ausstattung und die passenden rechtlichen Möglichkeiten. Der Entwurf für das neue Niedersächsische Polizei- und Ordnungsbehördengesetz setzt hier die richtigen Impulse, etwa durch verbesserte Anwendungsregeln im Umgang mit der Bodycam oder der Möglichkeit elektronischer Aufenthaltsüberwachung im Kontext von häuslicher Gewalt“, so Komolka.

Zugleich verweist Komolka darauf, dass Sicherheit aber nicht allein durch polizeiliche Maßnahmen erreicht werden kann. „Kriminalitätsbekämpfung ist nicht allein Polizeiarbeit, sondern beginnt schon, bevor wir aktiv werden. Politik und Gesellschaft müssen Rahmenbedingungen schaffen, in denen Gewalt und Kriminalität gar nicht erst entstehen“, erklärt Komolka.