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© Imsel Bakir GdP
Imsel Bakir GdP

13.02.2026

Nach hartem Ringen - Abschluss ist da: +5,8%, Laufzeit bis 31.1.2028

So viel Ignoranz war selten. Seit Mittwoch haben die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern um Lohnerhöhungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder gerungen. Jetzt ist ein Ergebnis da. Mit einer Laufzeit von 27 Monaten und Erhöhungen in Summe von +5,8% liegt es - unterm Strich - etwa auf dem Niveau von Bund und Kommunen.

Hier die Regelungen im Einzelnen:
Laufzeit bis 31.1. 2028
Erhöhungen insgesamt +5,8%

ab 01.04.26 - 2,8 % mehr Geld, mindestens 100 Euro 
ab 01.03.27 - 2 % mehr,
ab 01.01.28 - 1 % mehr;

Auszubildende:
ab 01.04.26 - 60 Euro mehr, 
ab 01.03.27 - 60 Euro mehr,
ab 01.01.28 – 30 Euro mehr.

Weiteres: Erhöhung von Wechselschichtzulage auf 200,- und Schichtzulage auf 100,- mtl., aber ohne Dynamisierung.

„Das war im Wortsinn ein hartes Ringen – bis in die dritte Verhandlungsrunde hinein hatten sich die Arbeitgeber in zentralen Punkten nullkommanull bewegt“, erklärt Alex Engler, Tarifexpertin der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen. Dank der Proteste der Beschäftigten im Vorfeld von Runde 3, gerade auch dank des starken NRW-Aktionstages am 10. Februar ist ein Ergebnis erreicht worden, das unterm Strich mit Bund und Kommunen Schritt hält. „Der starke Einsatz der Kolleginnen und Kollegen war enorm wichtig“, betont die GdP-Tarifexpertin.

GdP-Landesvorsitzender Patrick Schlüter erklärt: „Zur Wahrheit gehört, dass wir mehr wollten. Zur Wahrheit gehört aber auch – und das ist mir sehr wichtig: dass wir es mit Arbeitgebern zu tun haben, die die Realität im öffentlichen Dienst der Länder völlig verkennen. Daran werden wir arbeiten.“

Die NRW-Landesregierung hatte während der Verhandlungen signalisiert, dass sie das Ergebnis 1:1 übertragen werden. Die GdP NRW erwartet, dass diese Übertragung auf Beamtinnen und Beamte sowie Versorgungsempfängerinnen und -Empfänger zeitnah erfolgt.