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© Sven Vüllers/GdP NRW
Sven Vüllers/GdP NRW

25.03.2026

„Lange überfällig“:
GdP begrüßt Einstieg
in den Ausstieg aus der
41-Stunden Woche

Beamtenpolitik Pressemitteilung

Düsseldorf. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die heute von der Landesregierung vorgestellten Pläne für eine Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Dienstes als „wichtige erste Schritte“. Vor allem die beabsichtigte Einführung eines Lebensarbeitszeitkontos, auf dem Beamtinnen und Beamte die 41. Wochenarbeitsstunde gutgeschrieben wird, stellt ein bedeutendes Signal dar. „Das ist de facto der lange überfällige Einstieg in den Ausstieg aus der 41-Stunden-Woche“, erklärt GdP-Landesvorsitzender Patrick Schlüter.

Aus Haushaltsgründen war die 41-Stunden-Woche vor mittlerweile über 20 Jahren eingeführt worden – „nur vorübergehend“, hatte es damals geheißen. Mit der geplanten Gutschrift der 41. Stunde und dem Lebensarbeitskonto, das für Freistellungen vor dem Ruhestandseinstritt genutzt werden kann, folgt die Landesregierung nun dem Vorbild des Nachbarlandes Hessen. Die GdP hatte in der Vergangenheit immer wieder auf dieses „hessische Modell“ verwiesen. „Klar ist dabei, perspektivisch muss die Wochenarbeitszeit weiter runter – auf 35 Stunden“, betont Schlüter.

Dass das Zulagensystem vereinfacht werden soll, findet ebenfalls die Zustimmung der GdP. Die Landesregierung hat unterm Strich eine „moderate Erhöhung“ der Zulagen angekündigt. Dabei darf es nicht bleiben: „Seit teilweise 30 Jahren wurden wichtige Zulagen bei der Polizei nicht angepasst! Der Nachholbedarf ist enorm“, mahnt Patrick Schlüter.

Die GdP würdigt, dass die schwarz-grüne Landesregierung diese Themen trotz schwieriger Haushaltslage anfasst. Die GdP begrüßt auch, dass der Arbeitszeitrahmen ausgeweitet werden soll. Beamtinnen und Beamten ermöglicht dies einen Arbeitsbeginn schon um 6 statt um 6:30 Uhr – durchaus wichtig in der morgendlichen Rushhour.

Dass sich die Landesregierung – zumindest bisher – nicht durchringen konnte, die sogenannte „Bagatellgrenze“ abzuräumen, hält die GdP für einen Fehler: „Der Ärger der verbeamteten Kolleginnen und Kollegen über bis zu fünf Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Monat ist groß“, berichtet Patrick Schlüter.