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© KI-Bild/GdP NRW
KI-Bild/GdP NRW

20.04.2026

Neues GdP-Positionspapier
zeigt Entwicklungsperspektiven
für den Wachdienst auf

WWD

Exakte Standortbestimmung von Notrufenden im Mobilfunknetz ist nur was für die Feuerwehr? Drohnen sind nur was für hoch spezialisierte Einheiten? Papier und Stift sind im Wachdienst unverzichtbar?
Die GdP zeigt auf, wie ein moderner Wachdienst heute schon aussehen könnte. Von der Leitstelle, über den Streifenwagen, die persönliche Ausstattung bis hin zur Uniform. Sinnvolle Updates für den Polizei-Alltag, die es heute schon gibt.

Wer über eine der großen Messen für Polizeiausstattung geht, staunt nicht schlecht: Bodycams können schon viel mehr, als einfach nur Video aufzeichnen, Einsatzmittel werden miteinander vernetzt, Daten und Bilder können live mit der Leitstelle geteilt werden, elektrische Antriebe modernisieren die Fahrzeugtechnik und Drohnen gehören nach Auffassung der Hersteller zum Arbeitsalltag.  

Und auch ganz analog gibt es viel Neues: Das Baumwollhemd wird durch gegebenenfalls schnittfeste Funktionsbekleidung ersetzt, Basecaps statt Dienstmütze, modular anpassbare Schutzwesten oder flexible Gürtel. Was ist dran an diesen Entwicklungen und was davon kann, muss oder sollte in einer mittelfristigen Perspektive im Wachdienst der Polizei eingesetzt werden?

Diese Frage beantwortet das aktuelle Positionspapier der GdP „Wachdienst im Wandel“, das auf dem Abschlussbericht einer 12-köpfigen Arbeitsgruppe mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Wachdienst der Polizei NRW fußt. „Uns geht es darum, aufzuzeigen, wo der Wachdienst besser werden kann, wenn wir eine Modernisierung wagen,“ so Meike to Baben, im GdP-Vorstand zuständig für alle Themen rund um den Wachdienst. Auftrag der Arbeitsgruppe war es, neue technische Möglichkeiten im Zusammenhang zu beurteilen und daraus ein Gesamtbild zu entwerfen. Der Ausgangspunkt: Hohe Mobilität, Vielseitigkeit und sichere Anwendungsmöglichkeit stehen bei der Ausstattung ganz oben. Einsatzmittel müssen schnell verfügbar sein und platzsparend und sicher verstaut werden können. Informationsflüsse und Kommunikation sind kritisch für jeden Einsatz

Dreh- und Angelpunkt des Papiers ist ein ganz alltägliches Einsatzszenario: Ein Notruf mit Täter am Ort. Die Autoren zeigen eindrucksvoll auf, wie sich die Abarbeitung durch den durchgängigen Einsatz aktuell bereits verfügbarer „Upgrades“ leichter, sicherer und trotzdem bürgernah gestalten lässt. Dabei fällt auf, dass die Polizei vieles noch nicht kann, was in anderen Bereichen selbstverständlich wird: Feuerwehr und Rettungsdienste können Standortdaten von Notrufenden digital ermitteln. Speditionsfirmen disponieren Fahrzeuge per GPS. Paketboten nehmen Schäden digital auf.

Die Beschäftigten und nicht zuletzt Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass ihre Polizei bei der Nutzung neuer technischer Möglichkeiten, die sich im Zuge der Digitalisierung bieten, mit der Zeit geht. Hierzu leistet das Positionspapier Wachdienst einen Diskussionsbeitrag.