25.06.2026
Renten-Empfehlungen: Nachbesserungsbedarf ist angezeigt!
Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat ihren Abschlussbericht mit 33 Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung der Alterssicherung vorgelegt. Die Vorschläge sollen nun von der Bundesregierung bewertet und im weiteren politischen Verfahren beraten werden.
Kritisch sieht die GdP unter anderem:
• die vorgeschlagene Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, da sie die besonderen Belastungen im Polizeidienst unzureichend berücksichtigt,
• Überlegungen zur Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren,
• mögliche Verschärfungen bei vorgezogenen Altersrenten, die insbesondere gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte treffen könnten,
• die Empfehlung, Auswirkungen einer Reform auch auf Beamtinnen und Beamte zu übertragen,
• sowie offene Fragen zur Ausgestaltung und Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorge.
„Wir werden nicht zulassen, dass eine Rentenreform auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. Wer täglich Verantwortung für die Sicherheit der Menschen übernimmt, muss sich darauf verlassen können, dass seine Lebensleistung auch im Alter anerkannt wird. Die GdP wird den weiteren Reformprozess deshalb konstruktiv, aber auch kritisch begleiten und sich mit Nachdruck für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen einsetzen“, betont Alex Engler, stellvertretende Vorsitzende der GdP NRW und zuständig für den Tarifbereich.
Positiv bewertet die GdP das Ziel, die Alterssicherung langfristig zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig besteht aus Sicht der Gewerkschaft bei mehreren Vorschlägen erheblicher Diskussions- und Nachbesserungsbedarf. Entscheidend wird sein, dass die besonderen Anforderungen und Belastungen der Beschäftigten in den Sicherheitsbehörden bei den weiteren Beratungen angemessen berücksichtigt werden.
