18.01.2026
2. Verhandlungsrunde beendet – kein Anzeichen von Einigung
Sachliche Verhandlungen mit enttäuschendem Ergebnis
Am Freitag ging sie zu Ende, die zweite Verhandlungsrunde, auf der viel Hoffnung lag. Es war zwar nicht überraschend, dass kein Angebot vorgelegt wurde, dennoch hatten die Verhandlungspartner gehofft einen Meilenstein in dieser Runde zu erreichen.
Die Arbeitgeberseite hat ein Eckpunktepapier vorgelegt, das aufzeigt, in welchen Punkten sie bereit sind zu einer Einigung zu kommen. Hierin sind langjährige Forderungen der Gewerkschaften aufgegriffen, die im ersten Anschein nun umgesetzt werden sollen. Konkret wird es u.a. bei der Erhöhung der Wechselschichtzulage für Tarifbeschäftigte und endlich auch bei der stufengleichen Höhergruppierung.
Was die Arbeitgeber dafür wollen, geht hierbei unter: lange Laufzeit (29 Monate), Entgelterhöhung knapp über Inflationsrate und das Thema Arbeitsvorgang wurde plötzlich wieder auf den Tisch gelegt.
Wir fordern:
- 7% mehr Lohn, mindestens 300 Euro,
- Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 200 Euro,
- 12 Monate Laufzeit
- und die Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger
Wir stehen dazu und bereiten uns auf einen harten Weg vor!
Die Vorbereitungen laufen: achtet auf Informationen und Ankündigungen in euren Bereichen. Wir halten euch auf dem Laufenden und sind bereit für unsere Forderung zu streiten.
Es kann nicht der Ernst von Dr. Dressel sein, mit so einem Eckpunktepapier Jubelstürme bei den Gewerkschaften zu erhoffen. Ihm ist offensichtlich nicht bewusst, dass bei Vielen eine Erhöhung, die sich an der Inflationsrate orientiert, schon durch die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge wieder aufgefressen wird. Die übrigen Punkte sind längst überfällig und dürfen nicht teuer bezahlt werden. Ehrlich gesagt vermisse ich die staatspolitische Verantwortung und den Weitblick auf Arbeitgeberseite, wenn es um die eigenen Beschäftigten geht.René Klemmer, stellv. Landesvorsitzender
