07.03.2026
Internationaler Frauentag 2026
Internationaler Frauentag 2026: Gleichstellung braucht Struktur, Solidarität und Konsequenz
Am Sonntag, den 8. März 2026, begehen wir den 115. Internationalen Frauentag. Seit seiner ersten internationalen Feier im Jahr 1911 steht dieser Tag für den Einsatz von Frauen für gleiche Rechte, bessere Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Teilhabe. Mehr als ein Jahrhundert später bleibt er hochaktuell – auch und gerade für die Polizei.
Der Internationale Frauentag 2026 steht international unter dem Leitmotiv „Give to Gain“ – Geben, um zu gewinnen. Dahinter steht eine klare Botschaft: Gesellschaften, Organisationen und Institutionen profitieren dann, wenn Frauen gleiche Rechte, faire Chancen und volle Teilhabe erhalten.
Die UN Women rufen unter dem Motto „Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für alle Frauen und Mädchen.“ dazu auf, Gleichstellung nicht nur zu benennen, sondern konkret umzusetzen – politisch, gesellschaftlich und auch im Arbeitsalltag. Gerade in der Polizei, wo wir täglich für Sicherheit und Gerechtigkeit einstehen, muss Gleichstellung eine zentrale Rolle spielen.
Gewerkschaftlich sehen wir klar: Frauen leisten in der Polizei weiterhin einen großen Anteil unbezahlter Sorgearbeit. Die tägliche Vereinbarkeit von Dienst, Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt ist eine enorme Herausforderung. Diese Mehrbelastung wirkt sich auf Arbeitszeitmodelle, Karrierewege und letztlich auch auf die Altersversorgung aus.
Für uns als Gewerkschaft ist es entscheidend, dass Gleichstellung kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern strukturell verankert wird.
Wir fordern:
- geschlechterunabhängige Beurteilungen
- gleiche Aufstiegschancen, insbesondere in Führungspositionen
- eine gerechte Aufteilung von Sorgearbeit und Arbeitszeitmodelle, die echte Vereinbarkeit schaffen.
Fakten & Hinweise:
- Datum: 8. März 2026
- Jahrestag: 115 Jahre
- Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016 (kostenfrei, rund um die Uhr)
Quellen: International Women’s Day, UN Women, Destatis, BMFSFJ
