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15.06.2026

GdP Rheinland-Pfalz stellt sich personell und gewerkschaftspolitisch zukunftsfest auf

Presse Pressemitteilung

Landesdelegiertentag in Leiwen wählt Aline Raber zur Landesvorsitzenden – neuer geschäftsführender Landesvorstand mit klarem Auftrag für die kommende Legislaturperiode

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Rheinland-Pfalz hat sich im Rahmen ihres Landesdelegiertentages in Leiwen personell und gewerkschaftspolitisch neu aufgestellt. Die Delegierten wählten Aline Raber zur Landesvorsitzenden der GdP Rheinland-Pfalz.

Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden Verena Schäfer, Sven Hummel, Kerstin Schweikhard, Ingo Schütte, Sebastian Krämer, Michael Flies, Stefan Engel, Christian Günter und Jennifer Otto in den geschäftsführenden Landesvorstand gewählt.

Mit der Wahl verbindet sich ein klares Signal: Die GdP Rheinland-Pfalz geht geschlossen, handlungsfähig und mit einem starken gewerkschaftspolitischen Auftrag in die neue Legislaturperiode. Der Landesdelegiertentag hat in Leiwen die inhaltlichen Leitplanken für die kommenden Jahre gesetzt – geprägt von den wachsenden Anforderungen an die Innere Sicherheit, den Belastungen der Beschäftigten und dem Anspruch, die Polizei Rheinland-Pfalz zukunftsfest, attraktiv und leistungsfähig aufzustellen.

© Aline Raber
Aline Raber
"Mit diesem Landesdelegiertentag stellt sich die GdP Rheinland-Pfalz personell und gewerkschaftspolitisch zukunftsfest neu auf. Wir übernehmen Verantwortung in einer Zeit, in der die Herausforderungen für Polizei, Staat und Gesellschaft größer werden. Unsere Kolleginnen und Kollegen können sich darauf verlassen: Die GdP bleibt ihre starke, klare und verlässliche Stimme",
erklärt die frisch gewählte Landesvorsitzende der GdP Rheinland-Pfalz, Aline Raber

Raber hebt unter anderem hervor, dass die gewerkschaftspolitische Arbeit der GdP Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren von Kontinuität, Geschlossenheit und klarer Interessenvertretung geprägt sein wird. Zugleich ist der Auftrag des Landesdelegiertentages eindeutig: Die GdP wird politische Vorhaben konstruktiv-kritisch begleiten, wo sie Verbesserungen für die Polizeibeschäftigten und die Sicherheitsarchitektur im Land bringen – und ebenso deutlich benennen, wo Ankündigungen nicht ausreichen oder hinter den Notwendigkeiten der polizeilichen Praxis zurückbleiben.

Ein besonderer Dank gebührt den aus dem geschäftsführenden Landesvorstand ausgeschiedenen Kollegen Pascal Rowald, René Klemmer und Erik Lehnert. Sie haben die Arbeit der GdP Rheinland-Pfalz über Jahre mitgeprägt und sich mit großem Engagement für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen eingesetzt.

„Pascal, René und Erik waren für unsere GdP Rheinland-Pfalz weit mehr als Funktionsträger. Sie waren engagierte Mitstreiter, verlässliche Wegbegleiter und ehrliche Ratgeber. Ich danke Euch für die gute, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und Euren Einsatz für unsere Kolleginnen und Kollegen“, so Raber weiter.

 

Gewerkschaftspolitische Agenda: 

Die in Leiwen beratenen und beschlossenen Leitanträge machen deutlich: Die GdP Rheinland-Pfalz richtet ihren Blick auf eine zukunftsfähige Bürgerpolizei, die den sicherheitspolitischen, gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen der kommenden Jahre gewachsen ist. Internationale Krisen, geopolitische Spannungen, hybride Bedrohungslagen, Cyberangriffe, organisierte Kriminalität, digitale Kriminalitätsformen, Gewalt gegen Einsatzkräfte und demokratiegefährdende Entwicklungen verändern den polizeilichen Alltag spürbar.

„Der Faktor Mensch bleibt die entscheidende Grundlage polizeilicher Leistungsfähigkeit. Moderne Technik, neue Strukturen und politische Programme helfen nur dann, wenn sie bei den Beschäftigten ankommen, sie besser vor Übergriffen schützen und ihren polizeilichen Alltag spürbar verbessern“, betont Raber.

Aus Sicht der GdP braucht Rheinland-Pfalz deshalb eine moderne und resiliente Sicherheitsarchitektur. Diese darf nicht allein organisatorisch oder technisch gedacht werden, sondern muss die tatsächliche Handlungsfähigkeit der Polizei im Einsatzalltag, in der Fläche sowie unter Belastungs- und Krisenbedingungen in den Mittelpunkt stellen. 

Hierzu findet Aline Raber klare Worte: „Eine zukunftsfähige Bürgerpolizei muss digital leistungsfähig, organisatorisch anpassungsfähig und flächendeckend handlungsfähig sein. Entscheidend ist, dass Modernisierung nicht abstrakt bleibt, sondern in der polizeilichen Praxis Entlastung schafft und die Kolleginnen und Kollegen im Alltag tatsächlich erreicht.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die mit Abstand größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten in Rheinland-Pfalz. Sie engagiert sich für ihre landesweit rund 10.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Polizei sowie auf dem Gebiet der Gesellschaftspolitik.

 

Für Rückfragen steht Ihnen die Landesvorsitzende Aline Raber unter folgenden Kontaktdaten gerne zur Verfügung: 

E-Mail: aline.raber@gdp-rlp.de                                                                    Mobil: 0172 / 140 25 28

 

Im Falle der Nichterreichbarkeit wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail-Adresse:
gdp-rheinland-pfalz@gdp-rlp.de, Tel.: 06131/960090

 

Hintergrundinformation: Gewerkschaftspolitische Schwerpunkte der kommenden Legislatur-periode:

1. Personal stärken und echte Entlastung schaffen

Die GdP fordert weiterhin eine nachhaltige personelle Stärkung der Polizei Rheinland-Pfalz. Dazu gehört insbesondere eine belastbare Stärkung von Schutz- und Kriminalpolizei, operative Einheiten, Wechselschichtdienst, digitale Forensik, Cybercrime-Bekämpfung und komplexe Ermittlungsverfahren.

Gleichzeitig braucht es mehr qualifiziertes Tarif- und Verwaltungspersonal, um Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte konsequent von sachfremden Aufgaben zu entlasten. Polizeiliche Kernaufgaben müssen klar von fachfremden Zuständigkeiten abgegrenzt werden.

2. Attraktivität des Polizeiberufs sichern

Die GdP wird weiter dafür eintreten, dass Rheinland-Pfalz im Wettbewerb um Fachkräfte konkurrenzfähig bleibt. Dazu gehören eine amtsangemessene Alimentation, bessere Beförderungs- und Entwicklungsperspektiven, ein modernes Laufbahnrecht, ein Einstiegsamt A10, Regelbeförderungen nach A11, deutlich bessere Perspektiven nach A12 und A13 sowie die Streichung begrenzender Stellenplanobergrenzen.

Ebenso bleibt die Polizeizulage ein zentrales Thema. Die angekündigte Anhebung auf Bundesniveau ist ein wichtiges Signal. Aus Sicht der GdP muss sie jedoch konsequent weitergeführt werden: durch Ruhegehaltsfähigkeit und Dynamisierung.

3. Digitalisierung praxisnah und rechtssicher gestalten

Die GdP Rheinland-Pfalz fordert eine konsequente Modernisierung der technischen Infrastruktur. Dazu zählen leistungsfähige IT-Systeme, moderne Analyse- und Ermittlungsinstrumente, rechtssichere und datenschutzkonforme KI-Anwendungen sowie digitale Verfahren, die den Dienstalltag vereinfachen, statt zusätzliche Bürokratie zu erzeugen.

Digitalisierung muss aus Sicht der GdP immer beschäftigtenorientiert umgesetzt werden. Technik darf nicht Selbstzweck sein. Sie muss Ermittlungen stärken, Prozesse beschleunigen, Schnittstellen verbessern und reale Entlastung schaffen.

4. Gesunde Polizei und bessere Arbeitsbedingungen

Die Belastungen der Kolleginnen und Kollegen sind in vielen Bereichen hoch. Wechselschichtdienst, Einsatzlagen, psychische Belastungen, zunehmende Gewalt und wachsende Anforderungen hinterlassen Spuren. Die GdP fordert deshalb eine umfassende Gefährdungs- und Belastungsanalyse im Sinne einer „Gesunden Polizei“ sowie daraus folgende verbindliche Maßnahmen.

Dazu gehören verlässliche Arbeitszeitmodelle, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz, ausreichende Regeneration, psychosoziale Unterstützung und eine Führungskultur, die Belastungen ernst nimmt.

5. Kriminalitätsbekämpfung strategisch weiterentwickeln

Die GdP sieht besonderen Handlungsbedarf bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität, digitaler Kriminalität, Cyberangriffen, Gewalt- und Sexualdelikten sowie demokratiegefährdenden Entwicklungen. Spezialisierte Bearbeitung, qualifiziertes Personal, moderne Ermittlungsinstrumente und belastbare Kooperationsstrukturen sind dafür unverzichtbar.

Konstruktiv-kritische Begleitung der Landespolitik

Die GdP Rheinland-Pfalz begrüßt, dass zentrale Forderungen der Gewerkschaft Eingang in politische Schwerpunktsetzungen gefunden haben. Dazu zählen insbesondere die angekündigte personelle Stärkung der Polizei, die Modernisierung der IT-Infrastruktur, die Weiterentwicklung digitaler Ermittlungsfähigkeiten sowie Verbesserungen bei der Sachausstattung.

Gleichzeitig macht der neu gewählte geschäftsführende Landesvorstand deutlich: Entscheidend ist nun die Umsetzung. Politische Ankündigungen müssen in konkrete Verbesserungen umgesetzt werden – verbindlich, nachhaltig und spürbar im Alltag der Polizeibeschäftigten.

Mit dem Landesdelegiertentag in Leiwen hat die GdP Rheinland-Pfalz ihren Anspruch bekräftigt, die Interessen ihrer Mitglieder geschlossen, fachlich fundiert und mit Nachdruck zu vertreten. Der neue geschäftsführende Landesvorstand sieht seine Aufgabe darin, gewerkschaftliche Stärke, fachliche Kompetenz und politische Klarheit miteinander zu verbinden.