26.03.2026
Positionspapier zur Zukunft der Bereitschaftspolizei übergeben
Im Bundesministerium des Innern wurde heute das Positionspapier zur Zukunft der Bereitschaftspolizei offiziell vorgestellt und übergeben. Das zuständige GBV-Mitglied Clemens Murr präsentierte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesfachausschusses Bereitschaftspolizei die zentralen Inhalte des Themenheftes und übergab es an den Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder, Andreas Schmenkel-Backhoff.
Das Themenheft wurde von einsatzerfahrenen Polizistinnen und Polizisten des Bundesfachausschusses Bereitschaftspolizei der Gewerkschaft der Polizei erarbeitet. Ziel ist es, einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche der Bereitschaftspolizeien zu geben und zugleich aktuelle Herausforderungen sowie notwendige Weiterentwicklungen aufzuzeigen.
„Die Bereitschaftspolizei steht vor großen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Unser Ziel ist es, ihre Einsatzfähigkeit langfristig zu sichern und den Beruf auch für kommende Generationen attraktiv zu gestalten. Die Inhalte dieses Positionspapiers sind deshalb nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern ein klarer Auftrag zur Weiterentwicklung“, betonte Clemens Murr bei der Übergabe.
Das Positionspapier behandelt zentrale Themenfelder wie Personalmanagement, Aus- und Fortbildung, Einsatzangelegenheiten sowie Digitalisierung, Ausstattung und rechtliche sowie soziale Rahmenbedingungen. Dabei werden sowohl bestehende Problembereiche benannt als auch konkrete strukturelle und praktische Lösungsansätze dargestellt, um die Einsatz- und Leistungsfähigkeit geschlossener Einheiten langfristig zu sichern.
Angesichts wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen, neuer Kriminalitätsphänomene und steigender Anforderungen an die Einsatzkräfte kommt der Weiterentwicklung der Bereitschaftspolizei eine besondere Bedeutung zu. Gleichzeitig macht das Papier deutlich: Eine leistungsfähige Polizei braucht auch eine angemessene finanzielle Ausstattung. Technologische Entwicklungen, moderne Einsatzmittel und steigende Kosten müssen bei der Finanzierung der inneren Sicherheit berücksichtigt werden.
Mit der Übergabe des Positionspapiers an den Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder wurde ein wichtiger Impuls für die weitere fachliche und politische Diskussion gesetzt. Ziel bleibt es, die Bereitschaftspolizei zukunftsfähig aufzustellen, ihre Einsatzfähigkeit zu sichern und den Beruf langfristig attraktiv zu gestalten.
Schmenkel-Backhoff betonte: „Ich danke der Gewerkschaft der Polizei für ihren fortwährenden Einsatz auch für die Belange der Bereitschaftspolizeien. Das neue „Themenheft Bereitschaftspolizei“ ist eine wichtige berufspolitische Unterlage. Es überzeugt durch seine fundierte Analyse und praxisnahe Perspektiven und ist ein wichtiger Beitrag zur sachlichen Debatte über Rolle, Belastung und Zukunft der Bereitschaftspolizeien der Länder und des Bundes.“
