21.04.2026
Leitantrag des Geschäftsführenden Landesvorstandes zum 24. Landesdelegiertentag
Leitantrag des Geschäftsführenden Landesvorstandes zum 24. Landesdelegiertentag der Gewerkschaft der Polizei – Landesbezirk Saarland am 21. April 2026 in Quierschied unter dem Motto „Wir gestalten Perspektiven“
Der 24. Ordentliche Landesdelegiertentag der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Landesbezirk Saarland, möge den folgenden Leitantrag als Handlungsauftrag für die gewerkschaftliche Ausrichtung und die zielgerichteten Aktivitäten des Landesbezirksvorstandes und seiner Untergliederungen beschließen:
Perspektive Mensch
Mit „Perspektiven“ verbinden wir Chancen, Potenziale und einen positiv geprägten Blick in die Zukunft. Damit verknüpfen wir jedoch auch Erwartungen, zumal wir als Gewerkschaft aus der Mitte unserer saarländischen Polizeibelegschaft heraus unüberhörbar Befürchtungen, kritische Zustands-beschreibungen und Rufe nach Veränderungen vernehmen. Daher versteht sich das Motto unseres diesjährigen Landesdelegiertentages als klare Verpflichtung und eindeutigen Auftrag!
Wirkliche Perspektiven entstehen aber nicht in wohlklingenden Statements, schön zu lesenden Absichtserklärungen oder substanzlosen Forderungen, sondern im ehrlichen und vertrauensvollen Dialog. Das erfordert neben dem Wissen über Bedarfe und Bedürfnisse innerhalb der saarländischen Polizei, ein hohes Maß an Empathie sowie ein Begegnen auf Augenhöhe.
Für uns als Gewerkschaft der Polizei im Saarland steht folglich der Mensch immer im Mittelpunkt. Dies ist und bleibt unser handlungsleitendes Prinzip.
Unsere Kolleginnen und Kollegen prägen mit ihrem täglichen Einsatz die saarländische Polizei nach innen und außen. Sie leisten auf ihren Dienststellen professionelle Arbeit bei anspruchsvollen Aufgaben. Die Tätigkeit ist dabei oft sehr fordernd, geht mit erheblichen Belastungen einher und ist leider auch gefährlich. Das verdient selbstverständlich Anerkennung, doch damit ist es nicht getan. Die Kolleginnen und Kollegen wollen als Herzstück der Polizeiorganisation „ihre Polizei“ mitgestalten und weiterentwickeln. Sie wollen eine ehrliche Perspektive an ihrem Arbeitsplatz und die Möglichkeit, auf ihr Arbeitsumfeld oder ihre Arbeitsbedingungen positiven Einfluss nehmen zu können. Klassiker wie faire Gehälter, vielfältige Karriereoptionen, gesundheitsförderliche Arbeitsplatzgestaltung oder eine gute Balance zwischen Freizeit und Beruf spielen hier genauso eine wichtige Rolle wie Sinnstiftung, persönliche Erfüllung, eine wertschätzende Unternehmenskultur, gute Zusammenarbeit im Team und der Wunsch nach kompetenten Führungskräften.
Kurzum, unsere Kolleginnen und Kollegen wollen und verdienen strukturell nachhaltige sowie am Menschen orientierte Perspektiven. Wir als GdP möchten diesen Weg gemeinsam mit unseren Polizeibediensteten beschreiten.
Dazu gehört für uns u. a.:
- Eine Mitarbeiterbefragung, die transparent, verlässlich und aussagekräftig erhebt, wo momentan Defizite, Schwachstellen und Belastungen zu finden sind und wo Verbesserungspotenziale liegen. Die gewonnenen Ergebnisse müssen selbstverständlich vollständig kommuniziert sowie bereitgestellt werden – und zu Verbesserungen führen.
- Echte Beteiligung der Mitarbeitenden, der Gewerkschaften und Personalräten bei dieser Mitarbeiterbefragung und bei allen künftigen Veränderungsvorhaben. Wir fordern eine umfassende Teilhabe auf Augenhöhe, nicht nur bloße Informationen.
- Wertschätzender Umgang, gerade bei kontroversen Diskussionen, fachlichem Dissens oder persönlichen Konflikten. Der Mensch und die Fürsorge für die Mitarbeitenden stehen im Fokus.
Wir sind der Meinung, wer Perspektiven gestalten will, muss wissen, wie es den Menschen geht und was die Menschen bewegt!
Gesundheit als zentrale Führungsaufgabe
Der Befund ist eindeutig, im Arbeitsalltag nehmen branchenübergreifend die Belastungen zu. Getrieben von Zeitdruck, gestresst durch die Parallelität von Aufgaben, gefordert von Neuerungen im Bereich der Digitalisierung oder die ständige Verfügbarkeit für den Arbeitgeber, im Ergebnis leidet die Gesundheit der Mitarbeitenden. Im Polizeidienst kommen nochmals ganz spezifische Belastungselemente wie beispielsweise Schichtdienst, Lagen mit hohem Gefahrenpotenzial, Umgang mit menschlichen Ausnahmesituationen, Gewalterfahrungen, Dienst im gesellschaftlichen Spannungsfeld und traumatisierende Erlebnisse hinzu. Es entsteht zunehmend das Gefühl, für ungelöste politische Problemstellungen als „Prellbock“ den Kopf hinhalten zu müssen.
Aus sozialer Verantwortung und Aspekten der Fürsorge bedarf es folglich einen ganzheitlichen Blick auf Gesundheit innerhalb der saarländischen Polizei. Hierbei müssen körperliche Gesundheit, psychische Gesundheit und soziales Wohlbefinden gleichsam gedacht werden. Also eine klare Botschaft an Dienstherrn und Vorgesetzte. Wir benötigen gesundheitsfördernde Sportangebote, niederschwelligen Zugang zu vitalisierender Ernährung, Arbeitsplätze ohne Gesundheitsrisiken, eine Arbeitsorganisation ohne Dauerüberlastung mit klaren Prioritäten und Entspannungsphasen, ein Arbeitsklima des Vertrauens und der Wertschätzung sowie einen Führungsstil mit konstruktiver Feedbackkultur und positiver Vorbildfunktion. Darüber hinaus braucht es eine konsequente Stärkung der psychosozialen Unterstützungssysteme und eine Qualifizierung aller Mitarbeitenden im Umgang mit Belastungen. Neben den Säulen Arbeitsschutz und Eingliederungsmanagement muss die Säule der Gesundheitsförderung im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements endlich mit Leben gefüllt werden.
Gesundheitsförderung ist hierbei kein „Extra“, sondern ein integraler Bestandteil moderner Führung. Nur wer aktiv die Gesundheit seiner Mitarbeitenden unterstützt, stärkt langfristig den Menschen und damit auch den Organisationserfolg.
Die Frage lautet also: „Wo ist die Perspektive für diejenigen, die dauerhaft an ihre Grenzen gehen – oder darüber hinaus?“
Der Erhalt und die Förderung von Gesundheit ist nicht nur in individueller Verantwortung, sondern auch eine zentrale, dauerhafte und strukturelle Aufgabe des Dienstherrn und von Führungskräften.
Überlastung darf kein Dauerzustand sein
Zunehmende Gewalt gegen die Polizei, Überstunden, lange Arbeitszeiten, steigende Aufgabenverdichtung, Schichtdienst entgegen dem Biorhythmus: das sind keine Einzelfälle, sondern strukturelle Realität in unserem Polizeiberuf. Ob Demonstration, Fußballeinsatz, Soko, die Arbeit im Ermittlungs- oder Wechselschichtdienst - die Herausforderungen in unserem Beruf suchen ihresgleichen. Jeder Einsatz kann potenziell lebensgefährlich und traumatisierend sein, die tägliche Aufgabenbewältigung fordert sowohl körperlich als auch psychisch und sozial enorm.
Der Aufbaupfad der Landesregierung, raus aus dem historischen Personaltief vor wenigen Jahren, hat seine guten Gründe und ist mehr als überfällig. Allerdings sind auf diesem Weg bislang nur die ersten Schritte gemacht, ein wahrnehmbares Aufatmen lässt derzeit noch auf sich warten. Und so verteilen sich die immer mehr werdenden Aufgaben auf einen nach wie vor defizitären Personalkörper. Die dauerhaft hohe Arbeitsbelastung -alleine schon im alltäglichen Regelbetrieb- perlt nicht einfach am Menschen ab. Sie geht an die Substanz, sie frustriert - sie macht langfristig krank.
Darüber hinaus ist der Polizeiberuf geprägt von Unregelmäßigkeit und Unplanbarkeit. Unser Beruf erfordert es, dass in bestimmten, unvorhersehbaren und herausragenden Situationen alles stehen und liegen gelassen wird, um den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. In der Realität sind es aber eben nicht diese herausragenden Einsätze, bei denen mal wieder völlig ungeplant umgeplant werden muss. Es sind die „normalen“ kurzfristigen Dienstplanänderungen, die ein ums andere Mal sämtliche Pläne im privaten Lebensbereich über den Haufen werfen. Keine Zeit für die Familie oder Freunde, beim Fußballspiel im Dienst dabei sein, statt wie ursprünglich geplant in der Freizeit als Zuschauer. Fehlende Planbarkeit und Verlässlichkeit rütteln ein ums andere Mal ganz heftig am Menschen in der Uniform: an seiner Motivation, an seiner Gesundheit, an seiner Leistungsfähigkeit – an seinem Vertrauen in die Organisation.
Perspektive heißt hier nicht „Augen zu und durch.“ Perspektive heißt: Wer gute Polizeiarbeit will, muss gute Arbeitsbedingungen schaffen!
Das Miteinander
Ein besonders sensibler Bereich ist der Umgang miteinander innerhalb der Organisation. Dieses Miteinander wird von der Führungsebene aus vorgelebt. Denn wenn es „dort oben“ nicht funktioniert, wie soll es das dann in den nachgeordneten Stellen? Unsere Erwartung an Führungsverhalten besteht in der konstruktiven Problemlösung, einer offenen und modernen Fehlerkultur sowie einem kollegialen und von sozialer Intelligenz geprägtem Miteinander – das ist Führungsstärke!
Es ist Dauerauftrag der GdP, Defizite in bestehenden Strukturen -vom allgemeinen Miteinander bis hin zum Führungshandeln- anzusprechen und darauf zu drängen, dass sie ausgeglichen werden.
Wir distanzieren uns im Sinne aller Kolleginnen und Kollegen klar von autoritären Führungsstilen, Mobbing, struktureller Ausgrenzung oder der Beschneidung von Mitbestimmung und werden solchen Verhaltensweisen und Entwicklungen entschieden sowie öffentlich entgegentreten. Denn sowas zerstört Perspektiven – manchmal unwiderruflich.
Ein moderner Arbeitgeber darf nicht nur nach außen stark sein – er muss es auch nach innen sein. Das geht nur mit einem starken Miteinander.
Gute Perspektiven brauchen starke Rahmenbedingungen
Als GdP wollen wir eine Polizei, die ihre Aufgaben professionell und gesetzeskonform erfüllen kann, während sie gleichzeitig den Bedürfnissen von Mitarbeitenden und Bürgern gerecht wird. Doch um „seinen Weg“ in der Polizei gehen zu können, braucht es auch die Überzeugung, dass man hierbei „fair-lässlich“ behandelt wird. Denn nur mit diesem Grundvertrauen können sich Perspektiven überhaupt entwickeln.
Diese Perspektiven entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören auf das Saarland bezogen neben den Themenfeldern Planbarkeit, Entlastung oder kollegiales Miteinander auch ganz konkrete Verbesserungen:
Angemessene und gerechte Besoldung sowie Zulagen!
Das Saarland ist bei der durchschnittlichen Besoldung seiner Polizistinnen und Polizisten bereits seit vielen Jahren Schlusslicht. Bereits in der letzten GdP-Mitgliederbefragung vor 5 Jahren gaben rund 70 % der Befragten an, mit der Höhe ihrer Besoldung nicht zufrieden zu sein – 50 % gaben gar an, den Beruf aus heutiger Sicht nicht noch einmal ergreifen zu wollen. Seit vielen Jahren schon legen etliche Kolleginnen und Kollegen jährlich Widerspruch gegen ihre Besoldung ein, da davon auszugehen ist, dass sie verfassungswidrig zu niedrig ist. Die Entscheidung des BVerfG hierüber lässt nach wir vor auf sich warten. Und die Politik? Sie wartet mit. Sehenden Auges, gleichwohl die jüngste Rechtsprechung in Bezug auf das Land Berlin schon jetzt nahelegt, was auch die Stunde im Saarland geschlagen haben dürfte. Dass man auch anders mit den grundgesetzlichen Ansprüchen seiner Beamtinnen und Beamten umgehen kann, zeigt aktuell beispielweise Schleswig-Holstein - wohlgemerkt ein Nehmerland. Hier wurde im Lichte des Urteils für die Besoldung in Berlin eine Neuberechnung vorgenommen – mit der Folge einer deutlichen Anhebung der Besoldung sowie Rückzahlungen bis 2025.
Ähnlich verhält es sich auch mit den Zulagen. Je maßgeschneiderter eine Zulage ist, desto gerechter ist sie. Ob Leichenpauschale, Lehrzulage, Zulage für geschlossene Einheiten, Brandortzulage, Ekelzulage,... - entweder gibt es sie im Saarland gar nicht erst, oder sie sind seit Jahrzehnten nicht angepasst worden.
Ein prominentes Negativ-Beispiel bei den Zulagen ist sicherlich die Polizeizulage, die als monatliche Sonderleistung die besonderen Belastungen und Risiken des Polizeivollzugsdienstes ausgleichen soll. Die Höhe variiert je nach Bundesland. Das Saarland bietet mit 135,14 € monatlich eine der niedrigsten Zulagen bundesweit, während Rheinland-Pfalz die Zulage zum 1. Juli 2024 um fast 40 % auf 180 € erhöht hatte. Die Bundespolizei zahlt den höchsten Betrag von 228 €.
2021 und 2022 wurde die Polizeizulage im Saarland erhöht - um insgesamt 7,76 €. Immerhin damals die erste Erhöhung nach 23 Jahren. Auch ruhegehaltfähig ist sie im Saarland nicht!
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten!
Planbare und transparente Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten dürfen auch im Saarland nicht aus den Augen verloren werden. Bis zur ersten Beförderung dauert es hier weiterhin durchschnittlich 10 Jahre oder länger. Diese Zeitspanne ist auch im Vergleich zur Beförderungspraxis anderer Bereiche der saarländischen Landesverwaltung unzumutbar lang und für die Betroffenen überaus demotivierend. Auch in der Gegenüberstellung mit anderen Bundesländern kann das Saarland bei den Beförderungszyklen nicht mithalten.
Wer jahrzehntelang besonderen Belastungen ausgesetzt ist, braucht Planbarkeit und Motivation – nicht Unsicherheit.
An diesen Rahmenbedingungen muss spürbar gegengesteuert werden, um als Arbeitgeber konkurrenzfähig zu sein. Aber eben auch, um bestehendes Personal zu halten und geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu gewinnen – und um sie zu halten! Denn sie sind unsere Zukunft.
Perspektive wirkt nach außen
Perspektive wirkt nicht nur nach innen – sie entfaltet ihre Wirkung gleichzeitig nach außen. Die innere Stabilität einer Organisation ist die Grundlage für ihre äußere Attraktivität. Die Frage, ob sich junge Menschen für den Polizeiberuf im Saarland entscheiden, beantwortet sich nicht allein durch moderne Werbekampagnen oder öffentlichkeitswirksame Nachwuchsgewinnungsmaßnahmen. Sie entscheidet sich vor allem an den realen Arbeitsbedingungen, an der Glaubwürdigkeit des Dienstherrn und an der erlebten Wertschätzung im täglichen Dienst. Wer Perspektiven glaubhaft vermitteln will, muss sie im Inneren schaffen und verlässlich leben.
Ein attraktiver Arbeitgeber zeichnet sich durch die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel eine leistungsgerechte Besoldung, zeitgemäße moderne Ausstattung, flexible Arbeitszeitmodelle aus, aber auch durch Zukunftsfähigkeit, Verlässlichkeit und Wertschätzung. Diese Faktoren prägen nicht nur die Zufriedenheit der Beschäftigten, sondern auch das Bild, das nach außen getragen wird. Beschäftigte sind die glaubwürdigsten Botschafter ihrer Organisation. Ihre Erfahrungen, ihre Motivation und ihre Perspektiven bestimmen maßgeblich, wie die Polizei als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Eine Organisation, die ihren Beschäftigten Stabilität, Entwicklungsmöglichkeiten und Fürsorge bietet, wird auch für Bewerberinnen und Bewerber als attraktiver und zukunftsfähiger Arbeitgeber erkennbar.
Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Nachwuchskräfte steht die saarländische Polizei vor der Herausforderung eines intensiver werdenden „Kampfes um die besten Köpfe“. Junge Menschen entscheiden sich heute bewusst und informiert für oder gegen einen Arbeitgeber. Neben Idealismus spielen dabei nachvollziehbare Erwartungen an verlässlich vereinbarte und flexibel planbare Arbeitszeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und langfristige berufliche Sicherheit eine immer größere Rolle. Tradition und gesellschaftliche Bedeutung allein reichen nicht mehr aus, um dauerhaft ausreichend qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber zu gewinnen.
Wir gestalten Perspektiven deshalb nicht nur für den Bestand, sondern bewusst auch für kommende Generationen. Eine moderne, verlässliche und wertschätzend handelnde Polizei wirkt über ihre eigenen Reihen hinaus. Sie sendet ein klares Signal an diejenigen, die vor der Entscheidung für ihren beruflichen Weg stehen. Wer Zukunft gestalten will, muss Zukunft bieten. Eine Polizei, die für Stabilität, Fairness, Gesundheitsschutz und Entwicklung steht, wird auch künftig junge Menschen überzeugen, diesen verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen. Perspektive wirkt nach außen, sie beginnt mit den Menschen, die diesen Beruf täglich ausfüllen – hin zu einer Behörde, die sich mit diesen Menschen identifiziert.
Unsere Rolle als Gewerkschaft
Perspektiven entstehen nicht von selbst – sie müssen erkämpft, verhandelt, eingefordert und aktiv gestaltet werden. Die GdP Saarland nimmt dabei eine vielschichtige Rolle ein. Wir sind die Stimme der Beschäftigten, der kritische Partner der Politik, Impulsgeber für Verbesserungen und ein Schutzschild für Kolleginnen und Kollegen. Wir sind Antrieb für Veränderungen, Beschwerdeführer, Kämpfer und Fürsprecher – für unsere Mitglieder, für diejenigen, die es noch werden wollen.
Wir zeigen klare Kante, mit Respekt und Haltung – und verbinden, wo andere spalten!
Ohne gewerkschaftliches Engagement – auch innerhalb unseres Dachverbandes DGB - gäbe es viele Verbesserungen nicht – weder bei Besoldung noch bei Arbeitszeitmodellen, moderner Ausstattung oder gar bei Mitbestimmung und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.
Unser Anspruch ist klar: Wir wollen agieren, nicht nur reagieren. Wir wollen Perspektiven nicht nur begleiten, sondern sie aktiv gestalten. Dies gelingt nur durch das kontinuierliche Engagement aller, die Verantwortung übernehmen und sich für die Interessen der Polizeibediensteten einsetzen. Das Ziel einer klugen Gewerkschaftspolitik lässt sich nur erreichen, wenn die Mitglieder mit ihren Ideen, Erfahrungen und Werten aktiv die Ausrichtung der GdP mitgestalten. Erst dadurch werden genau die Perspektiven geschaffen, welche die Bedarfe der Mitarbeitenden aufgreifen. Gerne rufen wir daher unseren Mitgliedern zu: „Macht mit, bringt euch ein, entwickelt Ideen und gestaltet eure Zukunft im Kollektiv mit“.
Die GdP ist daher nicht nur eine Organisation – sie ist ein lebendiges Netzwerk, das Sicherheit, Entwicklung und Mitbestimmung für alle Beschäftigten greifbar macht und die Rahmenbedingungen für eine moderne und leistungsfähige Polizei kontinuierlich verbessert.
Fazit
Perspektive endet dort, wo Stillstand beginnt. Und Stillstand ist für uns im Saarland keine Option. Ohne uns als Gewerkschaft wird nur verwaltet – aber nicht aktiv gestaltet.
Mit uns entsteht Entwicklung. Mit uns entsteht Zukunft. Mit uns entsteht Stabilität und Sicherheit – für die Bediensteten innerhalb der saarländischen Polizei und für die Gesellschaft.
Unser Leitantrag ist klarer Handlungsauftrag für die künftige gewerkschaftliche Ausrichtung und die zielgerichteten Aktivitäten der kommenden Legislatur:
WIR GESTALTEN PERSPEKTIVEN!
