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GdP Saarland

26.03.2026

PKS 2025 vorgestellt: Licht und Schatten bei der Kriminalität im Saarland

Pressemitteilung

Die am heutigen 27. März 2026 von Innenminister Jost vorgestellte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 zeigt aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Saarland Licht und Schatten zugleich.

So ist die Gesamtzahl an Straftaten im Saarland zwar nur leicht um 1,2 % auf insgesamt 66.372 Straftaten gestiegen. Allerdings beunruhigt es aus Sicht der GdP, dass ausgerechnet jene Delikte, die die Bevölkerung besonders verunsichern, teilweise deutlich angestiegen sind: Gewalt- und Straßenkriminalität, Häusliche Gewalt und Sexualdelikte. Nicht zuletzt die Gewalt im öffentlichen Raum prägt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in besonderer Weise und verdient daher die besondere Aufmerksamkeit aller Akteure.     

Grundsätzlich erfreulich ist indes, dass u.a. die Zahl an „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“ (SÄM) mit einem Minus von rund 51 % erneut spürbar rückläufig ist. Grundlage hierfür sind gut durchdachte, wenngleich personalintensive Kampagnen und Präventionsmaßnahmen der Polizei, die hier erkennbar Wirkung zeigen und verdeutlichen, was ein entschlossenes politisches Handeln bewirken kann.

Große Sorge bereitet die Zunahme an gewalttätigen Übergriffen auf Polizeikräfte um knapp 10 % auf insgesamt 489 Fälle. Hierzu der GdP-Landesvorsitzende Andreas Rinnert: „Die Angriffe auf meine Kolleginnen und Kollegen steigen - bundesweit erreichen wir Jahr für Jahr neue Höchstmarken. Jeder Angriff gegen unsere Polizei, gegen Hilfs- und Rettungskräfte sowie sonstige Amtsträger muss eine eindeutige und harte Reaktion des Rechtsstaates zur Folge haben. Hier ist die Politik gefordert, sich endlich von den Zuschauerrängen auf das Spielfeld zu bewegen - so darf es nicht weitergehen! Jedem muss klar sein:

Wer Polizistinnen und Polizisten angreift und sie hierbei nicht unerheblich verletzt, gehört ins Gefängnis!“.

In diesem Zusammenhang erneuert die GdP auch ihre bereits mehrfach vorgebrachte Forderung nach Einrichtung einer spezialisierten Sonderabteilung bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken, die Angriffe gegen Polizeibedienstete, sonstige Amtsträger sowie politisch Ehrenamtliche kompromisslos und spezialisiert zur Anklage bringt.

Ebenfalls besorgniserregend ist ein Anstieg bei Verstößen gegen das Waffengesetz um nahezu 30 %. Auch wenn diese Steigerung teilweise durch die Einrichtung der Waffenverbotszonen und den damit einhergehenden verstärkten Kontrollen erklärbar ist, erneuert die GdP ihre Forderung, auch außerhalb von Waffenverbotszonen das Mitführen von Messern oder sonstigen Waffen in der Öffentlichkeit wesentlich stärker zu beschränken und zu ahnden. Rinnert: „Jedes unzulässige Mitführen einer Waffe in der Öffentlichkeit ist nicht nur eine Gefahr für die Bevölkerung, sondern auch für unsere Polizistinnen und Polizisten!“.

Ein Lichtblick zum Abschluss: Die Polizistinnen und Polizisten der saarländischen Polizei leisten trotz weiterhin bestehenden Personalmangels, hoher Arbeitsbelastung, abgehängter Besoldung und vieler dienstlicher Herausforderungen hervorragende Arbeit, was sich in der erneut gestiegenen Aufklärungsquote auf 62,3 % ablesen lässt. „Dafür gebührt ihnen Dank sowie Anerkennung - und der fortwährende Appell an die Politik, unsere Polizei personell, finanziell und rechtlich stark auszustatten!“, so Rinnert abschließend.