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04.04.2026

GdP zu tödlichem Polizeieinsatz in Saarbrücken-Herrensohr
Saarländische Polizei kommt nicht zur Ruhe!

Pressemitteilung

Nach dem polizeilichen Schusswaffengebrauch mit Todesfolge am frühen Morgen des heutigen Ostersonntages, 05. April 2026, mahnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Saarland einen besonnenen Umgang ohne Vorverurteilung der eingesetzten Polizistinnen und Polizisten an.

Der GdP-Landesvorsitzende Andreas Rinnert hierzu: „Unsere saarländische Polizei kommt nicht zur Ruhe! Beim heutigen Polizeieinsatz ist ein Mensch zu Tode gekommen, mindestens eine Polizistin ist verletzt worden. Der Tod eines Menschen im Rahmen eines polizeilichen Einsatzes ist immer tragisch. In diesem Kontext rufen wir ausdrücklich zur Besonnenheit auf und appellieren, sich im persönlichen sowie digitalen Raum mit voreiligen Schlüssen und Vorverurteilungen zurückzuhalten. Die ersten bereits aufkommenden Kommentare, wonach die Polizei „schießwütig“ sei oder gar „Rache für das umstrittene Gerichtsurteil in Sachen Simon Bohr ausübe“, weise ich entschieden zurück!“.

Aus Sicht der GdP müsse man ein ums andere Mal im Nachgang zu polizeilichen Einsätzen feststellen, dass bereits in einem sehr frühen Stadium unsachliche Diskussionen losgetreten werden, während zugleich über den Sachverhalt und all seine Details kaum etwas bekannt ist. Dies vergifte den Raum für eine sachliche und professionelle Aufarbeitung und bringe am Ende für niemanden Gutes.

Rinnert: „Unsere Kolleginnen und Kollegen müssen tagtäglich in hochdynamischen Situationen innerhalb von Sekundenbruchteilen schwierigste Entscheidungen treffen. Das tun sie routiniert und professionell. Gleichzeitig sind sie einer immer stärker zunehmenden Gewaltbereitschaft ausgesetzt. Hier sind jetzt die Ermittlungsbehörden gefragt, die aus vielen Puzzleteilen rund um die Tat ein Gesamtbild erstellen müssen. Wir alle haben ein größtmögliches Interesse an einer transparenten Aufarbeitung der Vorfälle – ohne Hass, Hetze und Vorverurteilungen!“.

Wir wünschen unseren beteiligten Kolleginnen und Kollegen das Allerbeste sowie eine gute und schnelle Genesung und werden die weiteren Entwicklungen genau verfolgen – im Interesse unserer Kolleginnen und Kollegen, aber auch unserer gesamten Gesellschaft.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die mit Abstand größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten im
Saarland. Sie engagiert sich für ihre landesweit rund 2.600 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Polizei sowie auf dem Gebiet der Gesellschaftspolitik.