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© pattilabelle/stock.adobe.com | luzitanija/stock.adobe.com / Collage EU.Pol
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14.05.2026

EU.Pol-Versammlung in Porto: Europa benötigt eine starke Polizei – die Polizeien Europas eine starke Stimme.

EU.Pol Europa Internationales

Anfang Mai hat die EU.Pol General Assembly im portugiesischen Porto getagt. Neben EU.Pol-Präsident Jochen Kopelke gehörten GBV-Mitglied Sibylle Krause, der GdP-Europabeauftragte Jörg Bruchmüller und der saarländische GdP-Chef Andreas Rinnert zur GdP-Delegation.

EU.Pol-Präsident Jochen Kopelke bezeichnete die Generalversammlung der European Federation of Police Union (EU.Pol) als „einen Wendepunkt für die polizeiliche Interessenvertretung in Europa“. Erkennbar sein der Aufbruch eines wachsenden, geeinten und zunehmend einflussreichen Netzwerks europäischer Polizeigewerkschaften.

 

Mit unserem ‚Aktionsplan 2026–2030‘ stärken wir unsere Strukturen, professionalisieren unsere Zusammenarbeit und erhöhen gezielt unseren Einfluss auf europäischer Ebene – insbesondere im Europäischen Parlament.“

Dies bestätigen auch die Zahlen hinter EU.Pol: Zum Zeitpunkt der General Assembly in Porto hat EU.Pol 19 Mitgliedsorganisationen bestehend aus 13 EU- und Schengen-Staaten. Mit inzwischen über 372.000 vertretenen Kolleginnen und Kollegen wächst EU.Pol und wird täglich stärker wahrgenommen. „Die Aufnahme neuer Mitgliedsorganisationen ist dabei nicht nur ein Zeichen für Wachstum, sondern Ausdruck von Vertrauen in eine gemeinsame europäische Stimme der Polizei“, erklärte Kopelke.

Der GdP-Bundesvorsitzende kündigte an, Kräfte zu bündeln und Expertise zu vernetzen. EU.Pol wolle den Anliegen der Polizeibeschäftigten in Europa, das verdiente politische Gewicht verleihen. 

 

Länderübergreifende Sicherheitsdebatte

Einen besonderen Schwerpunkt nahm eine hochkarätig besetzte Sicherheitsdebatte ein. In einer Paneldiskussion unter anderem unter Beteiligung von Frontex-Direktor Hans Leijtens diskutierten die Teilnehmenden über die Zukunft der Sicherheit in Europa. Auch das Plenum konnte sich mit Fragen in das Gespräch einbringen. Kopelke führte durch die Debatte, die durchgehend in englischer Sprache abgehalten wurde. Thematisiert wurden grenzüberschreitende Bedrohungen, das Stärken der Polizeien als Schlüssel für die effiziente Kriminalitätsbekämpfung in der EU, die fortschreitende Vernetzung der Polizeien sowie das Schließen noch offener Fähigkeitslücken. Insbesondere derlei Schwachstellen nutzten Kriminelle aus, was Wirkung auf die gesamte Sicherheitslage in der EU zeige. Unzweifelhaft sei das schwächste Glied der EU-Polizeikette der Gradmesser für eine erfolgreiche länderübergreifende Kriminalitätsbekämpfung. An Investitionen in eine gut aufgestellte, auch gegenüber demokratiegefährdenden Absichten und Aktionen resiliente Polizei komme man nicht vorbei. 

 

Erstmalig Police Award verliehen

Die Auszeichnung seines Kollegen Vakkas Soyudogan (GdP-Bezirk Bundespolizei | Zoll) steht Kopelke zufolge exemplarisch für das, wofür sich EU.Pol engagiert: Einsatz über die Pflicht hinaus, Verantwortung für unsere Gesellschaft und ein klares Wertefundament. „Dieser Geist verbindet uns über nationale Grenzen hinweg“, gratulierte Kopelke dem deutschen Polizisten, der den erstmalig verliehenen Police Award in einer Zeremonie verliehen bekommen hatte.

 

Mit Plan

Ferner legten die Teilnehmenden den strategischen Kurs für die kommenden Jahre fest. „Mit unserem ‚Aktionsplan 2026–2030‘ stärken wir unsere Strukturen, professionalisieren unsere Zusammenarbeit und erhöhen gezielt unseren Einfluss auf europäischer Ebene – insbesondere im Europäischen Parlament.“ Es stehe fest, dass sich die derzeitigen sicherheitspolitischen Herausforderungen nicht national lösen ließen. „Organisierte Kriminalität, Migration, Grenzschutz, hybride Bedrohungen und Cyberangriffe erfordern eine starke, koordinierte und handlungsfähige europäische Antwort“, bekräftigte EU.Pol-Präsident Kopelke. EU.Pol wolle diese notwendige Antwort mitgestalten.

 

 

© EU.Pol
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