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21.07.2026

GdP zu eigenständigem KI-Hackerangriff
Poitz: Unüberhörbares Warnsignal

Cybersicherheit Digitalisierung Kriminalität Kritische Infrastrukturen

Als unüberhörbares Warnsignal bezeichnete der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Alexander Poitz die Nachricht über den eigenständigen Hackerangriff einer KI-Software. „Wir sitzen nicht mehr in einem Kino und lassen uns von einem Science-Fiction-Blockbuster unterhalten. Mittlerweile sind wir Teil der Story. Und die läuft in unserer Realität ab“, betonte der GdP-Vize.

Wer jetzt Risiken der Künstlichen Intelligenz abstreite, ignoriere oder kleinrede, handele unverantwortlich und sei bereit, unkalkulierbaren Schaden zu riskieren, unterstrich der Gewerkschafter. Ein erster Schritt müsse es jetzt sein, den sogenannten AI-Act der EU in nationales Recht zu gießen. „Es ist höchste Zeit, der KI wirksame Grenzen zu setzen und die strengen Auflagen für riskante KI-Systeme umzusetzen“, erklärte Poitz.

Wer jetzt Risiken der Künstlichen Intelligenz abstreite, ignoriere oder kleinrede, handele unverantwortlich und sei bereit, unkalkulierbaren Schaden zu riskieren.

Es sei glasklar, dass hochkriminelle Gruppierungen die Lage rund um die KI sehr genau beobachten, schon teils KI-Anwendungen für Taten nutzen und weitere Tatgelegenheiten mit dem Tatmittel KI ausloten. Poitz: „Wir dürfen an dieser Stelle nicht ins Hintertreffen geraten. Mit Hochdruck muss die Bundesnetzagentur in die Lage versetzt werden, als Marktüberwachungsbehörde zu fungieren. Sehr rasch müssen die Cyberabwehrbefugnisse für die Sicherheitsbehörden vorangebracht werden. Nicht zuletzt ist es dringend, die Zusammenarbeit des Bundeskriminalamtes (BKA), des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITIS) zu stärken und eng zu vernetzen.“

Die politisch Verantwortlichen hätten den Auftrag, das Vertrauen der Bevölkerung in die effiziente Arbeit der Sicherheitsbehörden zu festigen und auszubauen. Dazu gehöre, die Chancen und Risiken von KI in gesetzliche Strukturen und Verantwortlichkeiten zu bringen, so Poitz.