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21.10.2026

Kopelke: Deutsche Polizeien gut vorbereitet

Bereitschaftspolizei Bundesvorstand Innere Sicherheit

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht deutsche Einsatzkräfte besser auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet als ihre Kollegen in Frankreich. "Ich glaube, dass die Qualität und Professionalität der deutschen Polizei eine andere ist", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Er forderte von der Politik zugleich, die Anliegen junger Menschen ernst zu nehmen.

Hierzulande würden sich die Einsatzkräfte schon vor einer Versammlung in dem Einsatzraum vorbereiten, Demonstrationsrouten und etwaige Auflagen würden geklärt. Die Polizei hierzulande könne "auch Rädelsführer herausgreifen und den friedlichen Teil des Protests fortbestehen lassen". Alles sei stärker auf Kommunikation ausgelegt.

Zugleich betonte er: "Wir müssen damit rechnen, dass wir Konflikte und gewalttätige Situationen erleben." Es gebe ein "gesteuertes, strukturiertes, europäisches Protestklientel", das im digitalen Raum gezielt mobilisiere und plane. Dies zeigten auch Festnahmen bei den Protesten in Frankreich. Zugleich forderte Kopelke die Politik auf, die Anliegen junger Menschen zu berücksichtigen. "Wenn eine Generation sagt, dass das Bildungssystem nicht funktioniert, muss die Politik das ernst nehmen und darf nicht warten, bis die Straßen brennen." Die Schülerproteste für Klimaschutz in den vergangenen Jahren etwa seien hierzulande eine "sehr friedliche und eindrucksvolle Bewegung" gewesen. Die Politik habe "das ignoriert".

"Das Knistern in der Luft liegt auch daran, dass die Bundesregierung die größten Reformvorhaben seit Jahrzehnten anstrebt und wir zugleich erleben, wie Sondervermögen nicht in Schulen fließt", sagte Kopelke.
Die Polizei lasse sich aber nicht "für eine verfehlte Bildungs- oder Zukunftspolitik missbrauchen". "Wir sind Polizeibeamte und nicht die, die mit dem Schlagstock die schlechte Politik mancher Regierung verteidigen." Zuvor hatte der GdP-Chef gegenüber der Bild-Zeitung bereits vor einem Überschwappen der Ausschreitungen von Frankreich nach Deutschland gewarnt.

"Wir müssen damit rechnen, dass wir Konflikte und gewalttätige Situationen erleben."
Jochen Kopelke, GdP-Bundesvorsitzender
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