11.02.2026
Tarifdemo: Da ging was ab!
Da war Druck auf dem Kessel. Rund 6.000 Demonstrierende, darunter eine vierstellige Gruppe von GdP-Kolleginnen und ‑Kollegen, sammelten sich am zentral gelegenen Potsdamer Lustgarten, das Ziel: der etwa vier Kilometer entfernte Verhandlungsort am Templiner See. Kaum setzten sich die grünen Fahnen in Bewegung, gesellte sich auch die Sonne dazu. Es wurde laut – und deutlich!
In seiner Rede im Anschluss an den beeindruckenden Aufzug bekräftigte GdP-Tarifvorstand Christian Ehringfeld die Entschlossenheit der Gewerkschaften – und erklärte, was bei der Polizei Sache ist: Dauerstress statt Ausnahme, Konfliktlage als Grundrauschen, Unterbesetzung als Normalzustand und Entscheidungen unter Zeitdruck als Regelbetrieb.
„In der Polizei würden wir sagen: Gefahr im Verzug – aber Maßnahme vertagt. Wer sich über Warnstreiks wundert, muss nur in den DGB-Index schauen. Diese Warnstreiks sind die logische Folge dieser Zahlen. In der Polizei gilt: Wenn sich Gefahren verdichten, wenn sich Hinweise häufen, wenn Personal am Limit läuft, dann wird die Führung informiert. Warnstreik ist nichts anderes als das: ein Gefahrensignal aus der Belegschaft. Nicht aus Spaß. Nicht aus Prinzip. Sondern weil der Druck real ist.“
GdP-Bundesjugendvorsitzende Jennifer Otto ergänzte: „Wir fordern faire Bezahlung für gute Arbeit, attraktive Bedingungen für junge Beschäftigte und Auszubildende, Respekt für diejenigen, die Tag für Tag unsere Gesellschaft zusammenhalten. Unsere Forderungen sind keine Luxuswünsche. Sie sind notwendig für ein gutes, würdevolles Leben.“
Dann trafen die Arbeitgeber ein und es wurde sehr, sehr laut.
