13.04.2026
Gegen Antisemitismus und für internationale Solidarität
Am 14. April 2026 findet in Auschwitz der diesjährige „March of the Living“ statt. Rund 7000 Teilnehmende aus Dutzenden Ländern werden gemeinsam den Weg zwischen den Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz und Birkenau gehen, um der Opfer des Holocaust zu gedenken und ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Gewalt zu setzen.
GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke nimmt in seiner Funktion als Vice Chairman of the International Police Delegation an der Gedenkveranstaltung teil. Er wird begleitet von einer großen Delegation der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie Vertreterinnen und Vertretern der European Federation of Police Unions (EU.Pol).
Gemeinsam mit Polizei- und Sicherheitsverantwortlichen aus über 30 Ländern setzt diese internationale Polizeidelegation ein deutliches Zeichen für den Schutz jüdischer Gemeinden und den gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus. „Als Polizei tragen wir weltweit eine besondere Verantwortung, Jüdinnen und Juden zu schützen und antisemitischen Straftaten entschlossen entgegenzutreten“, betont Kopelke. „Gerade in Zeiten des Krieges und eines alarmierenden Anstiegs antisemitischer Taten müssen wir unsere gemeinsame Verpflichtung zur Erinnerung und zu aktivem Schutz der jüdischen Gemeinschaft erneuern. Der ‚March of the Living‘ ist ein eindrucksvolles Symbol dieser Verantwortung.“
In diesem Jahr stehen die Gedenkveranstaltungen in besonderer Weise unter dem Eindruck globaler Konflikte und wachsender antisemitischer Gewalt. 50 Holocaust-Überlebende im Alter von 90 bis 100 Jahren werden den Marsch anführen. Begleitet werden sie von Überlebenden jüngerer antisemitischer Anschläge aus Australien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Die Schlusszeremonie im ehemaligen Lager Birkenau wird mit dem Entzünden der „Fackel der Erneuerung“ durch den Holocaust-Überlebenden Sami Steigmann (New York) abgeschlossen.
„Es ist unsere Aufgabe als Polizei, nicht nur Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch Haltung zu zeigen“, so Kopelke weiter. „Der Marsch erinnert uns daran, dass Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit nie einen Platz in unserer Gesellschaft haben dürfen – weder damals noch heute.“
Die GdP steht geschlossen hinter diesem internationalen Zeichen der Solidarität und Verantwortung. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen in Europa und weltweit engagiert sie sich für den Schutz jüdischer Einrichtungen, für demokratische Werte und für eine lebendige Erinnerungskultur. Die Teilnahme schließt an die Gründung der transatlantischen Initiative „Not on Our Watch – A Democratic Policing Initiative“ an, bei der die Gewerkschaft der Polizei eine leitende Funktion für die demokratische Bildungsarbeit von Polizistinnen und Polizisten übernimmt.
„Gerade in Zeiten des Krieges und eines alarmierenden Anstiegs antisemitischer Taten müssen wir unsere gemeinsame Verpflichtung zur Erinnerung und zu aktivem Schutz der jüdischen Gemeinschaft erneuern. Der ‚March of the Living‘ ist ein eindrucksvolles Symbol dieser Verantwortung.“Jochen Kopelke, GdP-Bundesvorsitzender
