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© MoiraM/stock.adobe.com
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23.06.2026

GdP zu IMK-Thema  „Fußball ohne Gewalt“ und Reul-Aussagen: Kopelke: Gewalt darf nicht das Spiel diktieren – Polizei endlich entlasten

Bereitschaftspolizei Fußball Gewalt gegen Polizeibeschäftigte

Mit Blick auf die Beschlüsse der Innenministerkonferenz (IMK) zum Thema „Fußball ohne Gewalt“ fordert der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke, die Vereine und die Ligen auf, ihren Beitrag deutlich zu verstärken. „Das gilt insbesondere bei der Prävention, der Identifizierung und für den Ausschluss von Gewalttätern. Die Vereine müssen daran mitwirken, Einsatzstunden zu reduzieren und die Polizei zu entlasten“, erklärte der GdP-Chef in einer Pressemeldung.

Die Entlastung der Polizei müsse ein zentrales Ziel bleiben, bekräftigte Kopelke. „Die Reduzierung von Einsatzstunden ist kein Nice-to-have, sondern zwingend notwendig. Jeder Fußballeinsatz bindet Kräfte, die dann an anderer Stelle in der Bundesrepublik für Bürgerinnen und Bürger fehlen. Sicherheit im Stadion darf nicht auf dem Rücken der Polizei organisiert werden.“

Die IMK habe, so Kopelke, völlig zu Recht die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten betont. Ferner habe die IMK anerkannt, dass Gewalt im Umfeld von Fußballspielen kein Randproblem sei, sondern von einer kleinen, aber hochgefährlichen Klientel ausgehe. Kopelke: „Diese Krawallmacher, Hooligans und gewaltbereiten Ultras greifen gezielt Polizeibeamte an und gefährden unbeteiligte Fans“, erklärte er.

„Jeder Fußballeinsatz bindet Kräfte, die dann an anderer Stelle in der Bundesrepublik für Bürgerinnen und Bürger fehlen. Sicherheit im Stadion darf nicht auf dem Rücken der Polizei organisiert werden.“

Gewaltbereite Störer sorgen regelmäßig für erhebliche Sicherheitsrisiken und begehen schwere Straftaten wie Körperverletzungen und den Einsatz von Pyrotechnik. Auch das sehen die Innenressorts. „Einheitliche und konsequent durchgesetzte Stadionverbote sind ein wichtiger Schritt. Wer zündelt, randaliert oder Einsatzkräfte angreift, hat im Stadion nichts verloren – und darf auch nicht einfach in der nächsten Stadt wieder auftauchen“, unterstrich der Gewerkschafter. Der GdP-Chef mahnte mehr Tempo und Entschlossenheit bei der Umsetzung von Maßnahmen an: „Solange wir es mit den immer gleichen Intensivtätern zu tun haben, ist klar: Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. Wir benötigen eine konsequentere Strafverfolgung, schnellere Verfahren und spürbare Sanktionen.“

Mit Blick auf die von NRW-Innenminister Herbert Reul aktuell benannten rund 700.000 Einsatzstunden der Polizei pro Saison allein in Nordrhein-Westfalen führte Kopelke aus: „In der Gesamtbetrachtung aller Polizeibehörden gehen die Einsatzstunden natürlich noch einmal ein gewaltiges Stück nach oben. Dennoch verdeutlichen die NRW-Zahlen eindrücklich die enorme Belastung unserer Kolleginnen und Kollegen. Fußball ist zwar ein gesellschaftliches Großereignis – aber es darf nicht sein, dass die Polizei einen Großteil der Kosten und Risiken, etwa durch gewalttätige Angriffe von Störern, allein schultern muss.“

 

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„Solange wir es mit den immer gleichen Intensivtätern zu tun haben, ist klar: Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. Wir benötigen eine konsequentere Strafverfolgung, schnellere Verfahren und spürbare Sanktionen.“
GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke