16.10.2023
GdP Information
Bearbeitungszeiten bei der Beihilfe verkürzen sich wieder
Seniorengruppe
Seit Anfang Mai dieses Jahres waren die Bearbeitungszeiten in der Beihilfe wieder gestiegen und hatten im August Höchstwerte von sogar 28 Arbeitstagen (Pflege 33 Tage). Begründet wurde die Umstellung vom „Dienstleistungszentrum Personal“ (DLZP) mit einem neuen IT-Verfahren, welches nur mit dem eigenen Personalbestand habe durchgeführt werden können.
GdP-Seniorengruppe nach Klagen von Versorgungsempfängern im Austausch mit dem DLZP
Nachdem es vorab schon einen fernmündlichen Austausch gegeben hatte,
führten Reimer Kahlke und ich für die GdP-Seniorengruppe am 12. Oktober im
„DLZP“ ein Gespräch mit der Dezernatsleiterin Frau Sentz. Dabei konnte in
Erfahrung gebracht werden, dass die Beihilfebearbeitung im Zeitraum von
Mai bis zum 7. August infolge der schrittweisen Umstellung auf das neue IT
Verfahren „Beirefa“ in zwei unterschiedlichen IT-Verfahren erfolgt sei.
Der „Fachbereich Beihilfe“ (111 Personen) sei in zeitlicher Abfolge und in
vier Tranchen in das neue Verfahren eingearbeitet worden, und zwar jeweils
nach erforderlichen Software-Schulungen. Insgesamt sollen 91.000 Akten,
1,7 Millionen Vorgänge und 8,2 Millionen Belege in das neue IT-Verfahren
überführt worden sein.
Darüber hinaus seien zirka 210.000 Beihilfeberechtigte sowie deren
Angehörige in „Beirefa“ angelegt worden. Das habe nach Angaben von Frau
Sentz Personal gebunden, welches nicht für die eigentliche
Antragsbearbeitung zur Verfügung gestanden habe Durch das in den Monaten
Juli und August deutlich gestiegene Antragsaufkommen sowie die noch
verlangsamte Antragsbearbeitung während der Umstellungs- und Lernphase
habe mangels vorhandener Schulungskapazitäten weder im August noch im
September eine Unterstützung des „Fachbereichs Beihilfe“ aus anderen
Arbeitsbereichen des DLZP erfolgen können, so Frau Sentz.
Ich selber habe die Info, dass am 7. August die Umstellung abgeschlossen
sei, fehlinterpretiert und angenommen, dass dann wieder „alles normal“
wäre. Technisch habe das DLZP den Termin zum 7. August einhalten und alles
auf null beziehungsweise punktgenau auf das neue System einstellen können.
Aber erst danach habe nach Erläuterungen von Frau Sentz mit temporärem
zusätzlichem Einsatz aus dem Hause DLZP, freiwilliger Mehrarbeit und der
risikoorientierten Bearbeitung an den Abbau der hohen Bearbeitungszeiten
herangegangen werden können.
So langsam zeigt sich aktuell der Erfolg: Die Bearbeitungsdauer geht
kontinuierlich herunter. Frau Sentz erklärte, dass das DLZP die
Bearbeitungsdauer in der Beihilfe bis spätestens Ende November auf 14
Kalendertage senken möchte. Durch das neue Verfahren werde nach ihren
Angaben eine Priorisierung der Anträge mit hohen Beträgen bei Eingang
gezielter möglich sein. Zum Jahresbeginn hätten zehn neue Stellen und bis
April zwölf weitere besetzt werden können. Der Personalbestand solle aber
noch weiter aufgestockt werden, um dem erhöhten Aufkommen und dem
Zeitkorridor von 14 Arbeitstagen in der Bearbeitung gerecht zu werden und
zu halten.
Das besondere Augenmerk würde dabei auf das Sachgebiet „Beihilfe-Pflege“
gerichtet. Fazit aus Sicht der GdP-Seniorengruppe: Der Leistungs- und
Arbeitsaufwand während der IT-Umstellung ist aus Sicht von Reimer Kahlke
und mir nachzuvollziehen. Die GdP dankt den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im DLZP für ihre zusätzliche Arbeit. Aber es darf dabei
keinesfalls zu Lasten der Beihilfeberechtigten führen, die dann
insbesondere in der Pflege 6 - 7 Wochen auf die Erstattung ihrer Arzt- und
Medikamenten-Rechnungen warten müssen.
Mit Frau Sentz haben wir vereinbart, weiter im Gespräch zu bleiben und
sich bei Problemen auszutauschen.
Hermann Reissig
Landesseniorenvorsitzender
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