29.12.2025
GdP zur steigenden Gewalt gegen Einsatzkräfte
Kiel – Mit großer Besorgnis nimmt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die erneute Zunahme der Gewalt gegen Einsatzkräfte in Schleswig-Holstein zur Kenntnis.
Im Jahr 2024 wurden landesweit 1.729 Fälle von Gewalttaten gegen Polizistinnen und Polizisten erfasst. Insgesamt waren dabei mehr als 4.000 Kolleginnen und Kollegen von gegen sie gerichteter Gewalt betroffen.
„Diese Zahlen sind ein alarmierendes Abbild des Zustands unserer Gesellschaft“ Sven Neumann, Landesvorsitzender
Der GdP-Landesvorsitzende Sven Neumann erklärt dazu: „Erneut ist ein deutlicher Anstieg der Gewalttaten gegen unsere Kolleginnen und Kollegen zu verzeichnen. Das bedeutet, dass statistisch jeden Tag mehr als elf Polizistinnen und Polizisten während der Ausübung ihres Dienstes angegriffen werden.“
Gegenüber dem Jahr 2023 entspricht dies einem Anstieg von 13,6 Prozent. „Diese Zahlen sind ein alarmierendes Abbild des Zustands unserer Gesellschaft“, so Neumann weiter.
Besonders besorgniserregend ist, dass die Belastungszahlen in Schleswig-Holstein über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Dies müsse Politik und Gesellschaft gleichermaßen wachrütteln.
Die GdP fordert eine umfassende gesamtgesellschaftliche Strategie zur wirksamen Bekämpfung dieses Phänomens. „Respekt, Gewaltfreiheit und ein wertschätzendes Miteinander müssen bereits früh, etwa im Kindergarten, vermittelt werden“, betont Neumann.
Darüber hinaus fordert die GdP von der Landesregierung einen verlässlichen und verbindlichen Fahrplan zur landesweiten Ausstattung der Polizei in Schleswig-Holstein mit dem Distanzelektroimpulsgerät (DEIG).
Nr. 24/2025 – Kiel, 30. Dezember 2025
V.i.S.d.P.
Dr. Susanne Rieckhof, Landesgeschäftsführerin
Gewerkschaft der Polizei Landesbezirk Schleswig-Holstein
Max-Giese-Straße 22, 24116 Kiel
Telefon: 0431-17091
