jumpToMain

24.03.2026

GdP zum Verkehrssicherheitsbericht 2025:
Mehr Schutz für Kinder und besonders gefährdete Verkehrsteilnehmende notwendig

Verkehr Pressemitteilung

Kiel – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Schleswig-Holstein sieht im aktuellen Verkehrssicherheitsbericht 2025 weiterhin großen Handlungsbedarf für mehr Sicherheit auf den Straßen. Zwar bewegen sich die Unfallzahlen insgesamt auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr, jedoch ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen gestiegen. Besonders gefährdet bleiben innerorts Fahrende von Pedelecs sowie außerorts Mitfahrende in Pkw und motorisierte Krafträder.

Besorgniserregend ist nach Einschätzung der GdP insbesondere die Entwicklung bei neuen Verkehrsmitteln wie Pedelecs und E-Scootern. Hier stiegen die Unfallzahlen weiterhin deutlich an, häufig verursacht durch falsche Straßenbenutzung oder Alkohol- und Drogeneinfluss. Die GdP Schleswig-Holstein setzt sich daher neben verstärkten Kontrollen weiterhin für eine Helmtragepflicht für Pedelecs und E-Scooter ein.

"Unser Ziel bleibt die Vision Zero – keine Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr." GdP-Verkehrsexperte Yannick Porepp 

Mit großer Sorge bewertet die GdP zudem die gestiegene Zahl von Verkehrsunfällen mit Kindern, insbesondere als Mitfahrende in Kraftfahrzeugen. Kinder seien in besonderem Maße auf verantwortungsbewusstes Handeln von Erwachsenen angewiesen. Fehlende oder falsche Sicherung im Fahrzeug dürfe kein Kavaliersdelikt sein. Die Ankündigung der Landespolizei, den Schutz von Kindern im Straßenverkehr 2026 stärker in den Fokus zu nehmen, wird ausdrücklich begrüßt.


Gleichzeitig weist die GdP darauf hin, dass wirksame Verkehrssicherheitsarbeit nur mit ausreichend Personal und Ressourcen möglich ist.


Dazu erklärt der GdP-Verkehrsexperte Yannick Porepp: „Unser Ziel bleibt die Vision Zero – keine Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr. Dafür brauchen wir konsequente Kontrollen, Prävention und klare Regeln, insbesondere zum Schutz von Kindern und besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmenden. Ohne ausreichend Personal kann die Polizei diese Aufgaben jedoch nicht in der notwendigen Intensität erfüllen. Ohne Personal keine Kontrolle.“


Die GdP Schleswig-Holstein fordert daher eine nachhaltige Stärkung der Landespolizei, um Verkehrssicherheitsmaßnahmen konsequent umsetzen und die Sicherheit auf Schleswig-Holsteins Straßen dauerhaft verbessern zu können.

Kiel, 25. März 2026 - Nr. 08/2026    

V.i.S.d.P. Dr. Susanne Rieckhof, Landesgeschäftsführerin  Gewerkschaft der Polizei, Landesbezirk Schleswig-Holstein
Max-Giese-Straße 22

24116 Kiel
Mobil: 0173-4534384