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© Ricochet64/stock.adobe.com
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03.02.2026

Dänische Expertise:
Polizeipräsenz im Online-Gaming

EU.Pol Europa Digitalisierung

Online-Streifen in der digitalen Welt, vornehmlich bei Online-Spielen und deren digitale Communities, bildeten den Schwerpunkt eines Gespräches zwischen der dänischen Polizeigewerkschaft Politiforbundet, der dänischen Polizei und dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, in Kopenhagen. Die dänische Einheit zur Bekämpfung von Online-Kriminalität und zur besseren Prävention im digitalen Raum war im Jahr 2022 gegründet worden. 

Angesiedelt ist diese bei der National Special Crime Unit und besteht mittlerweile aus zwölf Beschäftigten. Das diverse Polizeiteam ermittelt eigenständig. 260 Verfahren sind seitdem eröffnet und bearbeitet worden.

Auf ihren Social-Media-Account lädt die Einheit zahlreiches Präventionsmaterial hoch. Wöchentlich werden mehrstündige Frage-und-Antwort-Runden auf dem Streamingportal „twitch“ angeboten. Hunderte Fragen beschäftigen sich mit allem, was Polizei, Prävention und Kriminalität betrifft. 

“Even though they might not be able to meet a police officer in real life, they can meet us in the digital sphere, and we can have a conversation and help them if they need help in some way”, said Mikkel Olsen, Police Sergeant at the National Special Crime Unit of the Danish Police.

 

© privat
GdP-Chef Jochen Kopelke mit Heino Kegel (l.), Vorsitzender von Politiforbundet, und Kollegen der Spezialeinheit. privat

Die GdP steht unterdessen an der Seite von Cyberexperten wie Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger. Gefordert wird, dass auch die Polizeibehörden hierzulande den digitalen Raum intensiver bestreifen und endlich eine digitale Polizeipräsenz etablieren.

„Mein Dank gilt meinen dänischen Kolleginnen und Kollegen. Aus diesen wertvollen Einblicken können wir lernen und abschreiben. Wir möchten, dass sich die deutsche, digitale Community auf professionelle Polizeiarbeit verlassen kann und digitale Kriminalität zurückgedrängt wird“, erklärte Kopelke. Er verwies im Kontext des Besuches zudem auf den GdP-Bundesvorstand, der bereits das Thema erörtert und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den dänischen Kolleginnen und Kollegen angeregt hatte.