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© Bild: AdobeStock_297503719 / GdP Zoll Weihnachtsbaum: GZD Bonn
Bild: AdobeStock_297503719 / GdP Zoll Weihnachtsbaum: GZD Bonn

18.12.2025

Persönlicher Weihnachtsgruss des Vorsitzenden der GdP Zoll 

„Alle Jahre wieder kommt…“ - Zollreform

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Und auch jetzt stehen – wie so oft – im nächsten Jahr große Veränderungen ins Haus. Man möchte fast sagen „Alle Jahre wieder kommt…“. Das Veränderliche ist aber nichts Besonderes. Ganz im Gegenteil, es ist das vollkommen Normale. 

Es gilt – und das ist keine gewöhnliche Binse – eine jahrtausendalte Erkenntnis: Nichts bleibt, wie es ist – panta rhei – alles fließt. So heißt es in der altgriechischen Lehre Heraklits. Veränderung ist letztendlich ein Naturgesetz. Die Veränderungen gehören zur menschlichen Existenz ebenso wie das notwendige Essen und Trinken. So wie es auch dort auf das Was, Wie, Wie oft und Wie viel ankommt, gilt es auch für alle anderen Veränderungen. Zu schnell, zu viel (oder auch zu wenig) und auch zu undurchdacht etc. führt zu etwas anderem, meist aber nicht automatisch zum Besseren. 

Nun haben wir als Beschäftigte im Jahr 2025 aus der Froschperspektive dem Lenkungsausschuss zuschauen dürfen, wie er viele Kästchen in neue Organigramme gemalt hat. Deutlich zu erkennen ist, dass im Hintergrund viel zu stark der Versuch – oder eher die Versuchung – besteht, das Bestehende möglichst unverändert in das Neue zu implementieren. Statt wirklich völlig neu zu denken, sich am verwaltungswissenschaftlichen „State of the art“ auszurichten, orientiert man sich immer wieder – zuweilen auch mut- und kreativlos – zu sehr am Bisherigen.  

Jetzt – wo die Würfel gefallen und die grundsätzlichen Entscheidungen getroffen sind – gilt es, die neuen Kästchen mit Leben zu erfüllen. Wir alle sind als Beschäftigte gefragt, das Neue – so sehr es Probleme bereitet, aber auch Gutes hervorbringt – zu gestalten, die Challange anzunehmen und auch als unseren Auftrag zu begreifen. Ich werde mit Verve in das neue Jahr starten. Sich zurückzulehnen und abzuwarten, macht es nicht besser. Wir sind alle gefragt, denn wir alle müssen das Neue gestalten und mit Leben erfüllen. Es sind schließlich die kommenden Strukturen, die unseren beruflichen Alltag weiter prägen. Zufriedenheit im Beruf ist eben deutlich mehr als der monatliche Blick auf die Gehaltsabrechnung. Auftrag, Ausrüstung, Struktur der Aufbau- und Ablauforganisation, Funktionalität, Ziele, Arbeitszeiten und auch Erfolge sowie die gelebte Kollegialität prägen das Leben im beruflichen Alltag in einer Art und Weise, die zur Lebenszufriedenheit beiträgt – oder auch nicht.

Aber bevor wir uns mit der Neuausrichtung des Zolls im kommenden Jahr beschäftigen, wünsche ich Euch bis dahin eine noch schöne und besinnliche Adventszeit, frohe und friedliche Weihnachten und auch einen guten und gesunden Rutsch in das neue Jahr.

Bei allem, was demnächst auf uns alle zukommt, sollt ihr wissen, dass ihr mit der Gewerkschaft der Polizei im Zoll einen starken Partner an Eurer Seite habt. In diesem Sinne alles Liebe und Gute.

Euer
Frank Buckenhofer