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Geschäftsbericht


8. Landesseniorenkonferenz der GdP Rheinland-Pfalz

Geschäftsbericht


Bericht des Landesseniorenvorstandes Rheinland-Pfalz:


Themen/Inhalte:

1. Einleitung

2. Vorstand
    3. Statistiken
      4. Finanzen
        5. Neue Richtlinie

          5.1. Neue Seniorengruppenvorstände
            5.2. Wohnortprinzip

          6. Bildung

            6.1. Ausbau Seminarbereich
              6.2. Referentenpool
                6.3. Teamerpool
                7. Aktivitäten

                  7.1. Strukturen
                    7.2. Unterstützungen Pilot

                  8. Abschluss

                  1. Einleitung:


                  „Der DGB und die Gewerkschaften brauchen die Seniorinnen und Senioren. Als politisch aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter setzen sie sich gemeinsam mit den anderen Gewerkschaftsmitgliedern für eine solidarische Gesellschaft und eine gerechte Arbeitswelt ein. Ihre Erfahrungen aus langjährigem gewerkschaftlichem Engagement sind für die Gewerkschaftsarbeit von unschätzbarem Wert. Sie stehen uns bei Veranstaltungen, bei Streiks und bei anderen politischen Aktionen mit Rat und Tat zur Seite.“

                  So Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, bei ihrem Vorwort zur Präsentation der Seniorenpolitischen Eckpunkte des DGB!

                  „Andererseits brauchen auch die Seniorinnen und Senioren die Gewerkschaften. Denn DGB und Gewerkschaften streiten nicht nur für die Interessen der Beschäftigten, sondern auch für diejenigen, die aus dem Erwerbsleben bereits ausgeschieden sind.“ Fährt sie in Ihren Aussagen fort.

                  Diese Aussagen gelten grundsätzlich auch für die Seniorinnen und Senioren in der GdP und insbesondere steht die Seniorenarbeit im Blickwinkel unserer gewerkschaftlichen Interessensvertretung in Rheinland-Pfalz.

                  Neben der Vertretungsarbeit gegenüber unseren Aktiven, den Jungen und den Frauen, sind die Seniorinnen und Senioren ein starker Pfeiler gewerkschaftspolitischer Arbeit.

                  Die GdP hat sich deshalb schon seit langem der Seniorenarbeit verschrieben, wir begrüßen Euch nicht umsonst heute zur 8. Landeskonferenz der Seniorinnen und Senioren in Rheinland-Pfalz!

                  Die GdP steht in besonderer Verantwortung und nimmt diese gegenüber allen Mitgliedern seit über 50 Jahren war.

                  Seniorenarbeit in der GdP bedeutet, dass wir uns beispielsweise für eine zukunftsfähige Alterssicherung, für eine solidarisch finanzierte Gesundheitsfürsorge, für bessere Pflegeleistungen und gegen Altersdiskriminierung einsetzen.

                  Wir regeln heute schon die sozialen und wirtschaftliche Altersversorgung der Zukunft! Wir bereiten heute schon den Ruhestand derer vor, die in 10 Jahren aus dem aktiven Dienst ausscheiden!

                  Die GdP ist dabei eine starke Gemeinschaft, die in der Vergangenheit schon viel erreicht hat und auch in der Zukunft unsere gemeinsamen Interessen wahrnehmen wird. Die Bedeutung einer starken Gewerkschaft wird besonders in der heutigen Zeit deutlich, wo immer wieder erkennbar wird, welche Kürzungen unserer erworbenen Rechte auch heute noch drohen oder bereits eingetreten sind. Es ist immer ein Versuch, uns um unsere Früchte der Lebensarbeit zu bringen.

                  Dabei gilt die These:
                  „Die Gewerkschaften sind das Stärkste was, die Schwachen haben“

                  auch im Bereich der Seniorinnen und Senioren uneingeschränkt fort!

                  Gerade deshalb brauchen auch die Seniorinnen und Senioren die Gewerkschaften, lasst uns deshalb gemeinsam unsere Arbeit fortsetzen und unseren Auftrag für die Verbesserung unseres Lebensstandards für ein selbstbestimmtes Leben nachkommen.

                  Wir, der Seniorenvorstand des Landesbezirks Rheinland-Pfalz, heißen Euch / Sie auf unserer 8. Landeskonferenz herzlich willkommen.


                  2. Vorstand

                  Wir, das sind im aktuellen Vorstand:

                  Paul Mohr, Vorsitzender
                  Werner Burkard, Stellvertreter
                  Josef Schumacher, Stellvertreter/Schriftführer
                  Marlis Müller,

                  und die Beisitzer:
                  Dietmar Gläsener, Wolfgang Hoes und Heinz Rahm

                  Ausgeschiedene Mitglieder: Rainer Blatt, Gerhard Brenner

                  Wir, das sind aber auch unsere Unterstützer aus dem geschäftsführenden Landesvorstand:

                  Helmut Knerr, Denise Kohl, Margrit Bock, Claudia Cloot und Pia Graubner

                  Seit Oktober 2017 wurde die Landesseniorengruppe stellvertretend durch Josef Schumacher geführt.


                  3. Statistiken
                    Vorstandssitzungen: 10

                    Seminare: jeweils fünf an der Zahl per anno (4x Vorbereitung auf den Ruhestand und 1x 60+)

                    Unterstützungen: SG Trier – bei der Einrichtung und Anwendung Unterstützersystem „Seniorenlotsen“ und Partnerschaftsprinzip“

                    Bundesvorstand: Der Vorsitzende des Landesseniorenvorstandes RLP ist Mitglied/Beisitzer des Bundesvorstandes und nahm an den Sitzungen regelmäßig teil.

                    Süddeutsches Treffen: Das SD-Treffen ist eine Einrichtung auf Bundesebene, in dem sich die verschiedensten Länder in Deutschland zu Gruppen zusammengeschlossen haben, um neben den Arbeiten im Bundesvorstand auch die Interessensvertretung auf kleinerer Ebene zu gewährleisten, verbessern und gemeinschaftliche Entscheidungen vorzubereiten.

                    Die Gemeinschaft des SD-Treffens besteht aus Sachsen, Thüringen, Hessen, NRW, RLP, SL, BW und Bayern
                                        Die Treffen werden „reihum“ von den einzelnen Landesbezirken einmal im Jahr organisiert. Letztes Treffen 2017 wurde vom LBZ Bayern ausgerichtet.

                    Das Pendant zum SD-Treffen ist dem Sprachgebrauch zufolge das Norddeutsche – Treffen, deren Mitglieder aus den restlichen LBZ gestellt werden.

                    11. Deutscher Seniorentag: Ausrichter: Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
                                        Teilnahme an der Veranstaltung am 02. – 03. Juli 2015 durch den Vorsitzenden Rainer Blatt


                    4. Finanzen
                      Die finanziellen Möglichkeiten richten sich für eine Gewerkschaft immer nach der Anzahl ihrer Mitglieder. So sind wir über die sehr positive Entwicklung der Gesamtzahlen unseres Mitgliederbestandes innerhalb der GdP sehr froh! 8974 Mitglieder / Stand 19.01.2018 / darunter 1354 Seniorinnen verdeutlichen, welch enormes Vertrauen unsere GdP bei unseren Beschäftigten und den Versorgungsempfängern erfährt.

                      Unser eigenes Budget wurde in den Jahren 2014 – 2018 gut genutzt und hat den Vorstand bei seiner Arbeit ausreichend unterstützt.


                      5. Neue Richtlinie

                      Ein Antrag an den LDT 2014 beschäftigte sich mit der Verbesserung der Seniorenarbeit in unserem Landesbezirk; es galt sich hinsichtlich der Seniorenarbeit neu auszurichten und auf die Erfordernis zukünftiger Seniorenarbeit entsprechend zu reagieren, und hatte die Überarbeitung der Richtlinie der Seniorenarbeit Rheinland-Pfalz zum Inhalt. Die Rili sollte an die neuesten und aktuellsten Bedürfnisse angepasst werden.

                      Nach Annahme des Antrages hat sich eine Gruppe zusammengesetzt und die Richtlinien überarbeitet. Wesentliches Ergebnis, die Bildung von weiteren Vorständen auf Bezirksgruppenebene mit detaillierter Aufgabenbeschreibung und damit die Möglichkeit der Erweiterung der Seniorenarbeit vor Ort sowie die Anwendung des Wohnortprinzips.

                      Insbesondere das Thema und die Anwendung des Wohnortprinzips waren wichtig und sinnvoll, da zu befürchten stand, dass aus strukturellen Gründen, die Betreuung unserer Seniorinnen und Senioren bei den landesunmittelbaren Einrichtungen sich erschweren könnte.

                      Die Strukturen der Seniorenarbeit in Rheinland-Pfalz sehen nunmehr einen Landesvorstand sowie Vorstände auf Bezirksgruppenebene und die Nutzung des Wohnortprinzips vor!

                      In den Kreisgruppen werden wie bisher Seniorenvertreter gewählt, die automatisch in der regionalen SG der Bezirksgruppen als Beisitzer kooptiert werden. Weitere Beisitzer können hinzu gewählt werden.

                      Derzeit befindet sich Rheinland-Pfalz in Bezug auf die Umsetzung der Rili in einer „Findungsphase“, da in einigen Bereichen bereits Vorstände auf BG Ebene gebildet wurden und arbeiten, in anderen Bereichen muss dies noch erfolgen (Stand Nov. 2017).


                      6. Bildung

                      Der Schwerpunkt gewerkschaftlicher Seniorenarbeit lag und liegt nach wie vor bei allen, jeweils nach Wechsel des Vorsitzenden, amtierenden Seniorenvorständen, auf der Bildungsarbeit, die immer im Zeichen des „doppelten Nutzen“ stand:
                        - Mitglieder über wichtige Themen zu informieren und
                        - Mitglieder an die GdP auch nach Eintritt in den Ruhestand zu binden

                      Dies waren die Hauptaugenmerke der seniorenpolitischen Tätigkeit.

                      Dies gilt es für die Zukunft fortzusetzen und nach den derzeitigen Überlegungen qualitativ auszubauen!

                      Statistik: Insgesamt wurden pro Jahr 5 Seminare angeboten; Ausfälle blieben die Ausnahme, wenn beispielsweise wie im Jahr 2017 die Referenten ausfielen.

                      Der Ausbau fand bereits in den letzten Jahren kontinuierlich statt. Auch unter der Leitung des derzeitigen Vorstandes wurde sehr großen Wert auf die Bildungsarbeit gelegt.

                      Die Zahl Teamer und Referenten wurde ausgebaut; derzeit werden insgesamt drei Teamer (ein vierter steht für Notfälle bereit) eingesetzt und das Angebot von neun Referenten zu den jeweiligen Seminaren genutzt!

                      Wir konzentrieren uns dabei auf nachfolgende Seminare
                        - „Vorbereitung auf den Ruhestand“, da hier ein Schwerpunkt unserer gewerkschaftlichen Bindungsarbeit (doppelter Nutzen: Information/Bindung) liegt und verhindert werden soll, dass nach Ruhestandsversetzung MG ihren Austritt erklären.
                          Vier Seminare werden den zukünftigen Ruheständlern dabei angeboten; diese Seminare sind in der Regel überbelegt, so dass Wartelisten entstehen.
                        - und „60+“, ein weiteres Seminar, das wir unseren älteren Ruheständlern anbieten, auch dieses Seminar ist regelmäßig ausgebucht. Musste ausnahmsweise in 2017 aus massiven Krankheitsgründen jedoch abgesagt werden.

                      Die Besonderheiten bei den von uns angebotenen Seminaren ist die, dass die Partner an diesen Seminaren, gegen einen geringen Eigenanteil, teilnehmen können. Davon wird rege Gebrauch gemacht!

                      Derzeitiges Manko, das Seminar 60+ bedarf einer „Generalüberholung“ der Inhalte; sie müssen besser auf die Lebenssituation und den Bedarf der älteren Generation ausgerichtet werden, dies wird Aufgabe des neuen Vorstandes sein.

                      Für die Zukunft wird deshalb vorgeschlagen:
                        - inhaltliche Änderung/Erweiterung des Seminars 60+ (Bsp.: um das Thema Pflege, neue Medien [PC/Smartphone], Seelsorge usw.)
                        - generelle Prüfung der Seminarstrukturen
                          - Themenvielfalt, unter Berücksichtigung der Wünsche der MG (Themenspeicher)
                            - Ausbau des Referentenpools, um Ausfälle zu kompensieren
                              - Ausbau der Teamerzahl, um Ausfälle zu kompensieren
                                - Unterstützung der SG-Vorstände vor Ort, um eigene Bildungsarbeit zu ermöglichen (Ergänzung zur Landesebene); eventuell durch Tagesseminare vor Ort!

                              7. Aktivitäten

                              Das waren insbesondere:
                                - Konzentration unserer Tätigkeit auf den Ausbau der Strukturen in den Bezirksgruppen, Bildung von Seniorengruppen mit arbeitsfähigen Vorständen gem. der überarbeiteten Rili Seniorenarbeit.
                                - verstärkte Unterstützung der Seniorengruppen vor Ort bei neuem Aufgabenzuschnitt durch beispielsweise Einrichtung von Unterstützersysteme, die die Arbeit vor Ort erleichtern und den Mitgliedern in regionalen Bereichen Ansprechpartner bieten sowie
                                - bei der Einführung des sogenannten Partnerschaftsprinzips, das im Einzelfall eine engere Betreuung von MG, so erwünscht, beinhaltet. Diesbezüglich läuft in Trier derzeit ein Pilot.
                                - Fortsetzung der Unterstützung der SG in der Fläche bei deren Arbeit, gem. der überarbeiteten Rili!
                                - Stärkung der gewerkschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Stellung unserer Mitglieder im Seniorenbereich: „Wir mischen uns ein!“
                                  - Kontakte zum DGB auf Landesebene!

                                    Lokale Kontaktaufnahme zu Seniorengruppen des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften – dies verlief zugegebener Maßen bisher noch nicht zufriedenstellend. Prüfung der Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit,
                                  - Nutzung von Ressourcen anderer DGB-Gewerkschaften bei Seminaren oder seniorenpolitischen Themen, auch dies konnte noch nicht zur Zufriedenheit umgesetzt werden
                                    - Grundlage der Arbeit: APS – ein vom Bund sehr gut entwickeltes und fortentwickeltes Programm, das die tägliche Arbeit erleichtert
                                      - Plan einer eigenen Homepage, dies konnte bisher noch nicht umgesetzt werden.

                                    Schwerpunkt unserer gewerkschaftlichen Arbeit lag demzufolge bei der Verbesserung unserer gewerkschaftlichen Strukturen, also der Umsetzung der neuen Rili für Seniorenarbeit.

                                    Aber auch die gewerkschaftspolitischen Themen wurden nicht vernachlässigt. Die Beteiligung an der Fortentwicklung unseres Aktiv-Programms-Senioren und am seniorenpolitischen Eckpunktepapier des DGB sind einige Beispiele unserer gewerkschaftspolitischen Tätigkeit.

                                    Dabei spielt letztendlich auch die Entwicklung der Versorgung unserer Mitglieder in der Seniorengruppe eine wesentliche Rolle.
                                    Erfreulich dabei sind die Tarifabschlüsse der letzten Jahre und die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme der Verhandlungsergebnisse auch auf die Ruheständler. Der Tarifabschluss 2017/2018 ist dabei besonders hervorzuheben.


                                    8. Abschluss

                                    Der Bericht zur 7. Landeskonferenz begann mit den Hinweisen, dass

                                    „Konferenzen heraus fordern, Bilanz zu legen, Rechenschaftsberichte abzugeben, stolz auf Erreichtes zu sein und kritisch auf Versäumtes hinzuweisen. Sie bewegen uns auch, Dank zu sagen, die Vergangenheit zu überprüfen und die Zukunft als Aufgabe zu begreifen.“

                                    Es gehört zur demokratischen Legitimation eines jeden Vereins, einer jeden Organisation und somit auch der Gewerkschaft der Polizei und ihren Gruppierungen, Rechenschaft abzulegen, diese prüfen zu lassen und entweder zu bestätigen oder aber auch konstruktiv zu kritisieren.

                                    Wir stellen uns gerne dieser Prüfung und hoffen, dass wir die Interessen unserer Seniorinnen und Senioren in den letzten vier Jahren auch bestmöglich vertreten haben!

                                    Verbesserungen, Änderungen, Ergänzungen und Neuausrichtungen sind systemimmanente Entwicklungen, die wir nicht nur begrüßen, wir erwarten diese im Sinne und zum Wohl unserer Mitglieder.

                                    Insofern wünschen wir denen, die nunmehr die Verantwortung übernehmen, eine glückliche Hand und viel Erfolg! (JS)



                                    Paul Mohr/Werner Burkard/Marlis Müller/Josef Schumacher