02.03.2026
9. Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP): Wild, weiblich, wegweisend
Unter dem Motto „Wild, weiblich, wegweisend“ fand die 9. Bundesfrauenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit über 100 Delegierten statt. In zwei intensiven Tagen wurden über 40 Anträge beraten, diskutiert und beschlossen.
Inhaltliche Schwerpunkte der Konferenz waren unter anderem die gezielte Nachwuchswerbung für junge Frauen, Prävention und Opferschutz bei Häuslicher Gewalt, Personalentwicklung und Geschlechtergerechtigkeit sowie die Bereitstellung kostenloser Hygieneartikel in Polizeidienststellen. Darüber hinaus spielten Themen wie die Charta der Vielfalt, Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine zentrale Rolle. Auch satzungsrechtliche Fragen wurden behandelt, darunter die Möglichkeit für Personengruppen, künftig Dringlichkeitsanträge auf dem Bundeskongress zu stellen.
Neuer Bundesfrauenvorstand gewählt
Ein zentraler Punkt der Konferenz war die Neuwahl des Geschäftsführenden Bundesfrauenvorstandes. Erika Krause-Schöne trat als Bundesfrauenvorsitzende ab und dankte den Frauen der GdP für die langjährige Zusammenarbeit.
Zur neuen Bundesfrauenvorsitzenden wurde Michaela C. Willig gewählt. Sie bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach: „Wenn ihr mich wählt, werde ich mich mit Herz und Kopf einsetzen.“
Der geschäftsführende Bundesfrauenvorstand setzt sich künftig wie folgt zusammen:
- Michaela C. Willig (Nordrhein-Westfalen), Vorsitzende
- Susanne Dunkel (Bundeskriminalamt), stellvertretende Vorsitzende
- Carolin Gütschow (Sachsen), stellvertretende Vorsitzende
- Sandra Konkol (Mecklenburg-Vorpommern), Schriftführerin
- Sandra Neudert (Bundespolizei | Zoll), stellvertretende Schriftführerin
Der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke würdigte die Arbeit der Frauengruppe:
„Mit Eurer jahrzehntelangen Gewerkschaftsarbeit habt Ihr nicht nur die berechtigten Belange der Frauen in der Polizei sichtbar gemacht und nachhaltig auf die Agenden platziert. Ihr habt vor allem den weiblichen Polizeibeschäftigten einen sicheren Hafen geboten.“
Breite Unterstützung und klare Botschaften
In den Grußworten aus GdP-Familie, Gewerkschaft und Politik wurde die Arbeit der Frauen gewürdigt, auf Erreichtes zurückgeblickt und zugleich deutlich gemacht: Es gibt weiterhin viel zu tun.
- Noosha Aubel, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam
- Jochen Kopelke, GdP-Bundesvorsitzender
- Andrea Lindholz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
- Elke Hannack, stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutscher Gewerkschaftsbund
- Anita Kirsten, Landesvorsitzende der GdP Brandenburg
- Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Zweiter Konferenztag: Impulse für die Zukunft
Am zweiten Tag setzte die Konferenz wichtige inhaltliche Impulse für die kommenden Jahre.
GBV-Mitglied Sibylle Krause betonte vor den Frauen: „Wir gestalten hier nicht nur Programme, Anträge oder Beschlüsse. Wir gestalten Zukunft. Wir haben nicht nur starke Worte – wir feiern starke Frauen.“ Sie hob hervor, dass Frauen in der Polizei täglich Mut beweisen: „In einem Beruf, der immer noch überwiegend männlich geprägt ist, braucht es Selbstvertrauen, Widerstandskraft – und manchmal auch eine Portion Wildheit –, um alte Muster gezielt zu durchbrechen.“
Ein weiterer Höhepunkt waren Impulsvorträge unter dem Titel: „Arbeit und Dienst im Wandel: Wie erhalten und stärken wir eine geschlechtergerechte Zukunft?“
Es referierten:
- Johanna Wenckebach (IG Metall)
- Judith Rahner, Deutscher Frauenrat
- Uli Grötsch, Polizeibeauftragter des Bundes
Die Inhalte wurden anschließend in einer Fishbowl-Diskussion vertieft. Die Moderation übernahm GdP-Vize Sven Hüber.
Die Konferenz machte deutlich: Die Frauen der GdP gestalten aktiv die Zukunft – geschlechtergerecht, solidarisch und mit klaren politischen Forderungen.
