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GdP Niedersachsen verurteilt Gewalteskalation in Hamburg - Einsatzkräfte am Rand der Belastbarkeit

Hannover.

Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg sind auch mehrere Polizistinnen und Polizisten aus Niedersachsen verletzt worden. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Dietmar Schilff, verurteilte die Angriffe „auf das Schärfste“. „Das hat mit Protest gegen soziale Ungerechtigkeit überhaupt nichts zu tun. Die friedlichen Globalisierungskritiker werden in Misskredit gebracht“, sagte Schilff am Freitag, nachdem er sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht hatte.

Es werde kritisch zu hinterfragen sein, ob es richtig war, den G20-Gipfel in Hamburg so in dieser Form durchzuführen. Unabhängig davon habe niemand das Recht, Gewalt gegen Menschen und Sachen auszuüben. „Ich hoffe, dass es den verletzten Kolleginnen und Kollegen bald bessergeht und wünsche ihnen gute Genesung“.

Schilff bleibt in seiner Funktion als Landesvorsitzender der GdP, als stellvertretender Bundesvorsitzender wie auch als Mitglied des Polizei-Hauptpersonalrats noch bis Sonnabend in Hamburg, um die Situation weiter zu beobachten und mit den Einsatzkräften in Kontakt zu bleiben. „Es bleibt zu hoffen, dass es jetzt friedlicher wird“, so Schilff weiter.

Er habe unterdessen mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus Niedersachsen sprechen können, die an dem Großeinsatz beteiligt sind. „Sie sind über alle Maßen belastet“. Das größte Problem sei vor allem der Schlafmangel. Unterbringung und Verpflegung der niedersächsischen Polizistinnen und Polizisten sei „in Ordnung“. Allerdings seien einige Quartiere weit entfernt von Hamburg, so dass es zu längeren Anfahrtszeiten kommt.