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GdP-Bundesfrauenvorsitzende zu Internationalem Frauentag

Hölzl: Polizistinnen wollen keine Sonderbehandlung

Grafik: DGB
Grafik: DGB
Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) setzt sich gerade in Zeiten vieler Neueinstellungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Polizei ein. „In Bund und Ländern sind viele Frauen in den kommenden Jahren unter den Berufsanfängern. Wie ihre erfahrenen Kolleginnen wollen sie im Dienst nicht in der zweiten Reihe stehen. Polizistinnen wollen keine Sonderbehandlung“, sagte die Bundesvorsitzende der GdP-Frauengruppe, Dagmar Hölzl, am Mittwoch am Rande einer Tagung anlässlich des Internationalen Frauentages in Mainz.

Nur wenige Frauen in Führungspositionen

Frauen hätten zwar andere Fähigkeiten, beispielsweise, wenn es im Streifendienst darum gehe, Konflikte mit Worten zu entschärfen. „Jedoch wollen meine Kolleginnen auch bei Demonstrationen in der ersten Reihe stehen“, betonte Hölzl.

Eine weitere Herausforderung für Polizistinnen bleibe es, Beruf und Familie zu vereinbaren. Polizei werde immer gebraucht, ob wochentags, Wochenende, Ferienzeit, sagte die Frauenvorsitzende. Sie verwies zugleich darauf, dass es besonders schwierig im Streifendienst sei, da dieser rund um die Uhr funktionieren müsse. „Das geht nur, wenn sich Frauen mit Kindern auf ihre Männer verlassen können und die Familienarbeit partnerschaftlich geteilt wird“, sagte Hölzl.

Frauen in Polizeiuniform gehörten seit Langem zum Alltag, bei der Kriminalpolizei seien sie schon länger fester Bestandteil. Trotzdem hätten es bislang nur wenige Frauen in Führungspositionen geschafft, sagte Hölzl. Deshalb gelte es sowohl von der Politik als auch von Seiten der Polizeiführungen alles zu tun, damit Polizistinnen nicht an der gläsernen Decke scheitern.