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Hackerangriff auf die Webseiten der Landesregierung und der Polizei MV

Die Polizei braucht einen Cyberschutzschirm aus einem Guss

Schwerin.

„Nur aufgrund der hohen Fachkompetenz der wenigen Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Cybersicherheit gelingt es, Cyberangriffe rechtzeitig zu erkennen, abzuwehren und deren Verursacher zu identifizieren. Ihre hervorragende Arbeit kann man nicht genug würdigen“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher mit Blick auf die Zunahme von Cyberangriffen auf staatliche Stellen und Institutionen.

Oft im Klein- und Minimalstandard stecken geblieben

Bundesweit wird beinahe täglich von einem massiven Cyberangriff auf Polizei, Gesundheitseinrichtungen, Kommunen und Ministerien berichtet. Die Folge sind oft das tagelange Nichterreichen von Webseiten staatlicher Stellen bis hin zu Rathäusern und Meldestellen, die lange Zeit geschlossen sind, weil ihre Systeme abgeschaltet werden mussten.

Schumacher weiter: „
Während Politikerinnen und Politiker von Unternehmen immer wieder fordern, mehr für den Schutz ihrer Datensysteme zu tun, ist man im staatlichen Denken oft im Klein- und Minimalstandard stecken geblieben. Die politischen Entscheider müssen endlich handeln, um insbesondere die kritische Infrastruktur vor Cyberangriffen effektiv zu schützen.

Cyberangriffe machen nicht an den Grenzen von Bundesländern halt. Daher muss unverzüglich Geld in die Hand genommen werden, um Fachleute für den Schutz kritischer staatlicher Infrastrukturen zu gewinnen sowie Hardware und Software beschaffen zu können.

Die Politik muss aufhören zu schlafen. Wir brauchen JETZT ein Sondervermögen für die Innere Sicherheit, um einen bundesweiten starken Schutzschild gegen Cyberangriffe zu schaffen“, so Schumacher abschließend.

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(24.05.2024, 10:23 Uhr, dpa mv)
Regierung und Polizei betroffen: Hackerangriff dauert an
Der Hackerangriff auf die Webseiten der Landesregierung und der Polizei von Mecklenburg-Vorpommern dauert an. Das teilte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Die Regierung in Schwerin hatte zuvor mitgeteilt, dass seit Donnerstagmorgen verschiedene Internetseiten der Landesregierung, der Landespolizei sowie des Verfassungsschutzes nur eingeschränkt erreichbar seien. Von wo der Angriff kommt, ist bislang nicht geklärt.
Es ist jedoch nicht der erste Angriff dieser Art. Im April und November vergangenen Jahres hatte es ebenfalls Hackerattacken gegeben. «Die ersten Analysen haben schnell gezeigt, dass es sich erneut um sogenannte DDoS-Angriffe handelt, bei denen die Server durch massenhafte Anfragen überlastet werden sollen», hatte Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel (SPD) am Donnerstag mitgeteilt.
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